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Fast jeden Tag ein Ei
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Ein Bio-Bauernhof ist eine komplexe Angelegenheit

Von Timon Trappe, Klasse 8a, Freie Evangelische Schule

Glückliche Hühner legen bessere Eier.

Immer mehr Menschen wollen sich gesund ernähren und greifen deshalb auf Bioprodukte zurück. Auf dem Biolandhof Eisenach in Guntershausen in Hessen leben 9000 Hühner. Pro Jahr legt ein Huhn rund 265 Eier. Alle Hühner erzeugen zusammen durchschnittlich 2 385 000 Eier.

Da die Haltung von so vielen Hühnern sehr arbeitsaufwendig ist, hat der Betrieb auch einige Angestellte. Bei der Hühnerhaltung muss auf die Bio-Richtlinien geachtet werden. Das Futter der Hühner ist rein ökologisch und selbst hergestellt. Die Ställe sind groß und hell. Es gibt Schlechtwetter-Ausläufe und im Sommer können die Hühner raus auf die Wiese. Aber wie ist eigentlich der Tagesablauf um die Osterzeit?

Morgens wird früh aufgestanden, denn die Eier müssen nach Größe sortiert werden, nicht jedes Ei ist ja gleich groß. Dann werden sie gefärbt, natürlich nur mit rein biologischer Farbe - 40 000 Eier waren es dieses Jahr. Jetzt müssen die Eier zu den verschiedenen Märkten gefahren werden. Diese Aufgabe wird unter den Mitarbeitern aufgeteilt. Wenn die Märkte weiter entfernt sind, müssen sie meistens nachts losfahren, um überhaupt alle Abnehmer rechtzeitig beliefern zu können.

Die Hühnerfütterung läuft zum größten Teil automatisch ab. Außerdem ist die Osterzeit die Zeit, in der die Felder neu bestellt werden.

Zu den Aufgaben eines Biolandwirts gehört neben Ackerbau und Tierhaltung auch der Verkauf der Produkte - bei diesem Beispiel der Verkauf der Eier. Beim Ackerbau muss ebenfalls auf die Bio-Richtlinien geachtet werden, zum Beispiel auf den Verzicht von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln. Um trotzdem ein möglichst Unkraut freies Feld zu haben, setzen die Biolandwirte auf unterschiedliche Fruchtfolge, etwa Getreide und Kleegras im Wechsel. Das Kleegras bindet verschiedene Stoffe in der Erde und verhindert durch tiefe Wurzeln, dass sich Unkraut ansiedelt. Als Düngemittel wird bei der Hühnerhaltung der Hühnermist verwendet.

Als Landwirt ist man nicht nur an der frischen Luft. Man muss ebenso im Büro sitzen, um die Bestellungen der verschiedenen Käufer anzunehmen; die finanziellen Angelegenheiten klären, neue Arbeitsmaschinen bestellen, Termine mit dem Schlachter vereinbaren. Denn wenn die Hühner älter werden, legen sie nicht mehr so viele Eier und werden geschlachtet. Neue Hühner müssen bestellt werden.

Die biologische Landwirtschaft ist zwar teurer als der konventionelle Anbau, aber umweltverträglicher, und sie liefert gesündere Produkte.

 
Nachricht vom 22.05.2010
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