49-Jährige Frau tritt im unmittelbaren Bahnhofsbereich vor den Zug/ Viele Augenzeugen
Schopfheim (wm). Tragödie im Bahnhof Schopfheim: Gestern Mittag warf sich im unmittelbaren Bahnhofsbereich eine 48-jährige Frau vor den Zug. Sie war auf der Stelle tot.
Die Frau stand laut Polizeibericht auf dem Bahnsteig. Als sich gegen 11.30 Uhr ein Zug näherte, trat die 48-Jährige laut Zeugenaussagen plötzlich auf die Gleise. Sie wurde vom Zug erfasst und geriet unter ihn. Trotz des sofortigen Einsatzes von DRK und Notarzt war der Frau nicht mehr zu helfen - sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.
Zum Zeitpunkt des tödlichen Zwischenfalles befanden sich viele Fahrgäste auf den Bahnsteigen, auch Schüler. Mehrere von ihnen bedurften der Hilfe. Um sie kümmerte sich das Kriseninterventionsteam des DRK, ebenso um den Zugführer.
Unmittelbar nach dem tragischen Zwischenfall sperrten Polizei und Bundespolizei das Bahnhofsgelände weiträumig ab, die Schranken blieben unten, die Ampeln auf Rot. Auch die Feuerwehr rückte aus, um bei der Umleitung des Verkehrs und der Bergung der Leiche zu helfen.
Der Verkehr auf der Wiesentalstrecke stand für einige Zeit still. Im Bahnhof Schopfheim blieb auch der Zug auf dem Gegengleis stehen - er versperrte zugleich den vielen Neugierigen, die sich beim Bahnhof und am Bahnübergang versammelt hatten, die Sicht auf den unmittelbaren Ort des Geschehens. Die Polizei musste etliche Schaulustige fernhalten.
Im Nachhinein meldeten sich bei der Polizei mehrere Personen und erkundigten sich nach psychologischer Hilfe. Betroffene können sich an das Kriseninterventionsteam des DRK wenden, Tel. 07621/19222).