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Zukunftsfähige Grundlage schaffen
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Gemeinderat stimmt einmütig dem Abriss des Lindenschulpavillons zu / Diskussion über Neubau

Von Manfred Herbertz Grenzach-Wyhlen. Einigkeit herrschte am Dienstagabend im Gemeinderat, den Pavillon an der Lindenschule abzureißen. Rund 185000 Euro wird dies die Gemeinde kosten. Darüber, wie es danach weitergehen soll, gingen die Meinungen auseinander: Die CDU brachte dabei auch eine neue Variante ins Spiel.

Problemstellen in der Lindenschule sind auch die offenen Treppenhäuser, die kaum eine räumliche Nutzungstrennung zulassen.
Fotos: Manfred Herbertz

Bürgermeister Jörg Lutz und Bauamtsleiterin Monika Neuhöfer-Avdic legen dem Rat die Vorstellungen der Gemeinde dar. Unstrittig ist, dass der Pavillon nach Möglichkeit noch in den Sommerferien abgerissen werden soll, um so die Lärmbelästigungen für den Schulbetrieb zu vermeiden.

Damit endet auch ein fast 40-jähriges Provisorium. Mit einem Neubau soll Raum für einen Kindergarten sowie für die Kinderbetreuung geschaffen werden. Eingegliedert in den Neubau, so die Vorstellung der Verwaltung soll auch ein Multifunktionsraum für Vereine werden.

Lutz erklärte, dass man intern gerechnet habe. Ein Neubau an dieser Stelle würde rund 2,5 Millionen Euro verschlingen. Eine Summe an die man vor wenigen Wochen kaum gedacht hätte. Die Frage, ob sich das die Gemeinde leisten könne, bejahte Lutz, denn mit einem Neubau könne man eine zukunftsfähige Grundlage herstellen, die optimale Möglichkeiten für die Kinderbetreuung schaffen würden. Das wäre ein erheblicher Sprung nach vorne in der Betreuungsqualität für unsere Kinder, sagte der Bürgermeister.

Bernd Herzog (FDP) sagte, bevor wir das Geld für einen Friedwald ausgeben, machen wir was für unsere Kinder. Man sollte Zeichen setzen, betonte der FDP-Sprecher und forderte seine Kollegen auf, ein Bekenntnis für einen Neubau abzugeben. Er findet es gut, dass ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden soll, aber gleichzeitig sollte man die Neubauabsicht besonders betonten. Es ist gut und sicher in die Zukunft angelegtes Geld.

Eine Meinung, die in weiten Teilen auch von der SPD, die einzig machbare Lösung (Heinz Schwarz) und den Freien Wählern wir sind auch für diese kleine Campuslösung, mitgetragen wurde. Rolf Rode (FW) betonte dabei, dass die Hebelschule sich keinesfalls als Kindergarten eignen würde.

Annette Grether von den Grünen forderte auf, darüber nachzudenken, ob man nicht auf den Multifunktionsraum für die Vereine verzichten könnte. Ein Gedanken, dem Bürgermeister Lutz nicht nähertreten wollte. Mit dem Neubau, so Lutz mache die Gemeinde das, was man eigentlich längerfristig vorhatte, nur müsse es nun schneller gehen.

Einen anderen Weg sieht die CDU, wie Dieter Albiez betonte: Angesichts der Situation schlug er vor, die Hebelschule als Grundschule zu belassen. Der Kindergarten und die Kinderbetreuung könnten in einem Teil der Lindenschule untergebracht werden. Es sei sehr überstürzt, was da auf uns hereinprasselt, sagte Albiez.

Für Lutz ist es jedoch nicht denkbar, dass man die Lindenschule als Minigrundschule und die Hebelschule als kleine Grundschule weiterführt, die Schulbehörde würde da nicht mitmachen. Auch die räumliche Trennung in der Lindenschule würde schwierig sein.

Jetzt wird der Pavillon abgerissen und der Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Danach wird man weiterdiskutieren.

 
Nachricht vom 29.07.2010
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