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Gustav Fischer befürchtet Arges
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Was passiert in der Schildgasse, wenn das ehemalige ?Famila?-Zenter in der Schildgasse umgebaut wird und die Firmen V?e, Reno und Socxx ausziehen? Foto: Ulf K?

Von Ulf Körbs Rheinfelden. Gustav Fischer ist in Sorge. Der Gewerbevereinsvorsitzende fürchtet, dass in der Schildgasse Veränderungen eintreten, die der Innenstadt schaden und gegen das Märktekonzept verstoßen könnten. Die Firma Kaufland, Nachfolgerin von Famila, hat beschlossen, ihre Marktfläche zu vergrößern. Dadurch werden gleichzeitig die drei Geschäft Vögele, Reno und Socxx aus dem Zenter gedrängt, ohne dass sie in der Innenstadt laut Wirtschaftsförderer Manfred Gollin angesiedelt werden könnten. Es soll dort an entsprechend großen Verkaufsflächen fehlen. Allerdings steht dort noch immer das ehemalige Kaufhaus Blum leer, das möglicherweise als Ausweichquartier für die beiden Mode-Geschäfte und den Schuhladen genutzt werden könnte. Doch Fischers Sorgen drehen sich eher um die Frage, was Kaufland mit der erweiterten Verkaufsfläche vor hat, wie aus seiner Anfrage als Gemeinderatsmitglied an die Stadtverwaltung hervorgeht, die unserer Zeitung vorliegt. Dabei reicht Fischer nicht, dass der Leiter des Baurechtamtes, Matthias Hallekamp, lapidar erklärt, dass der Verkaufsflächenrahmen von 8000 Quadratmetern eingehalten wird. offensichtlich geht es dem Gewerbevereinschef eher um die Frage, was auf diesen Quadratmetern verkauft werden soll, wie Fischer unserer Zeitung bestätigte. Zugleich begehrt er in seiner Anfrage bei Hallekamp auch um Aufklärung, welche Befreiungen Famila im Jahre 2005 bezüglich des Sortiments von der Stadtverwaltung erhalten hat. Eine Antwort aus dem Rathaus steht noch aus. Dafür gab es eine andere, die aber Fischer gar nicht ausreicht: Der Baurechtler hatte dem Gemeinderat geraten, sich doch wegen des Sortiments an Kaufland selbst zu wenden. Diesen Hinweis kommentiert der Sozialdemokrat auf unsere Anfrage mit der Feststellung: ?Das geht nicht. Das ist Sache der Verwaltung?. Zugleich verweist er noch auf eine Bringschuld des Unternehmens, die seiner Ansicht nach im Märktekonzept der Stadt steht, das der Gemeinderat vor einem Jahr einhellig beschlossen hat. Dieses Konzept habe auch die Folge, ?dass ein Anbieter, der auf der grünen Wiese sein großflächiges Handelskonzept neu ausrichtet, dieses offen und transparent von Gemeinderat und Stadtverwaltung überprüfen und gegebenenfalls anpassen lässt?, argumentiert Fischer. Zudem könnten neu strukturierte Flächen und Sotimentszuschnitte bei zentrenrelevanten Sortimenten das Zentrenkonzept betreffen, selbst wenn zugleich der Verkaufsflächenrahmen nicht überschritten wird. Um dies aber eindeutig klären zu können, müssen auch die städtischen Zusagen an den damaligen Betreiber Famila aus dem Jahr 2005 berücksichtigt werden, denn diese Firma wurde an Kaufland verkauft.

 
Nachricht vom 01.03.2012
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