Zell. Was läuft ?hinter den Kulissen? der großen Politik? Für die Interessierten an der Basis eine interessante Frage, besonders wenn sie von kompetenten Gesprächspartnern beantwortet wird. So konnte Dieter Mohr, Vorsitzender des CDU-Seniorenkreises in der Schwanenstadt, kürzlich als prominenten Gast den frisch gebackenen Kreisvorsitzenden der CDU und Bundestagsabgeordneten Armin Schuster begrüßen. Aufschlussreich war das Gespräch mit dem Abgeordneten nicht nur für zahlreiche ältere Teilnehmer, auch Jüngere waren gekommen, um mit Schuster über die aktuelle Bundes- und Landespolitik zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass Schuster nichts hält von verklärter Nostalgie und dem Rückblick auf Zeiten, in denen die Union in Bund und Land noch locker über die 40-Prozent-Marke kam. Allerdings zeigen die aktuellen Umfragewerte, dass die CDU derzeit mit 38 Prozent relativ gut dasteht, was nicht zuletzt Bundeskanzlerin Angela Merkel zu verdanken sei, wie Schuster bekräftigte. Ihre persönlichen Sympathiewerte liegen noch weitaus höher und würden belegen, so Schuster, dass in Berlin eine solide Politik gemacht wird. Noch nie, so der Abgeordnete, hatte eine Regierung im Bund so viele ?schwierige Baustellen? gleichzeitig zu bewältigen. Erfolge hat die Regierung nicht nur bei den Beschäftigtenzahlen vorzuweisen, eine günstige Entwicklung nimmt auch die Haushaltssituation des Bunds. Schließlich konnte die Neuverschuldung von 87 Milliarden auf Milliarden Euro jährlich zurückgefahren werden. Deutliche Wirkung, so Armin Schuster, zeige auch die von der Regierung festgeschriebene ?Schuldenbremse?. Positive Anzeichen seien ebenfalls auf dem Gebiet der Europapolitik auszumachen. Schuster wies auf bereits erkennbare Erfolge des Stabilitätsmechanismus hin, der in Ländern wie Irland, Portugal und Italien inzwischen erste Auswirkungen zeigt. Und auch Frankreich ist inzwischen bereit, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Immer mehr Länder folgen mittlerweile dem deutschen Beispiel. Dagegen bleibe Griechenland, so der Abgeordnete, ?ein Sonderfall?. Kritisch gesehen werden auch etliche Vorhaben in Baden-Württemberg, wie etwa die Absicht der grün-roten Landesregierung, anstelle von Straßen lieber dem Aus- und Neubau von Radwegen den Vorzug zu geben. Ebenso stößt das geplante Vorhaben, die Polizeipräsidien abzubauen, bei der CDU auf einhellige Ablehnung.