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Mit Figuren Touristen locken
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Bad Bellingen (jut). 35 Hobbykünstler und Bürger, darunter neben den vielen kreativen Frauen auch fünf Männer, waren zu einer ersten Besprechung für das Projekt ?Figuren für die Rheinstraße? in den Rathaussaal gekommen. Das, was Bürgermeister Christoph Hoffmann und auch die Bellinger Bürger antreibt, nämlich die Rheinstraße und darüber hinaus den Kernort abseits von Geschäften für Touristen interessant zu machen, scheint Realität zu werden. Hoffmann hatte auf dem Neujahrsempfang von einem kleinen spanischen Dorf mit 400 Einwohnern berichtet. Dort haben die Bürger ihre Häuser blau angestrichen und damit ist es ihnen gelungen, das Dorf zu einer Foto- und Touristenattraktion zu machen. Ein erster Hingucker für die Rheinstraße war bereits eine Figur von Ilke Weisenseel, die sie vor dem Geschäft ihres Mannes aufgestellt hatte und bei der die Vorbeilaufenden abrupt abbremsten und sie fotografierten. Das gab die Initialzündung zu der Idee, zuerst einmal die Rheinstraße und vielleicht nachfolgend die Nebenstraßen mit solchen Figuren zu beleben. Bei einer Abstimmung unter den Interessenten im Rathaus stellte sich heraus, dass gleich 20 Figuren entstehen könnten. ?Die Gemeinde bestellt und bezahlt das Material?, versicherte Hoffmann. Eine Frist für die Fertigstellung der Figuren wurde mit dem 1. August, rechtzeitig vor einem verkaufsoffenen Sonntag, auch gleich anvisiert. Erste Ideen für Figuren wurden angesprochen. So ist zum Beispiel ein Kind geplant, das auf einer Mauer sitzt. Eine weitere Figur soll in ein Fenster hineinschauen. Nur im Winter, so Weisenseel, müsste man die Figuren verpacken und lagern. Denn dann wird bekanntlich die Weihnachtsstraße mit vielen verschiedenen Motiven in Bad Bellingen aufgebaut. Die Standorte in der Rheinstraße müsse man vorm Aufstellen der Figuren festlegen. Schwere Ständer müssen in die Figuren eingearbeitet werden, so die Bellingerin. Weisenseel stellte die einzelnen Arbeitsschritte vor, die sich von einem Grundgerüst aus Draht über die Verfüllung mit Papier und die Fertigstellung mit Bauschaum und das Streichen mit Acryl- und Schiffslack ziehen. Hoffmann versprach, mit nach Räumlichkeiten für die Groß-Bastelei zu suchen. Nicht jeder habe nämlich einen Keller oder einen Schopf, um die Arbeiten auszuführen. Vereinbart wurde erst einmal, sich immer mittwochabends zu treffen, sobald das Bastelmaterial vorhanden ist.

 
Nachricht vom 02.03.2012
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