Von Uli Nodler Freiburg. Es hilft alles nichts. Nur nach vorne schauen heißt die Devise des SC Freiburg vor dem Heimspiel (15.30 Uhr, Mage Solar-Stadion) am morgigen Samstag gegen den FC Schalke 04. Die gute Vorstellung unlängst zu Hause gegen Bayern München soll die Schützlinge von Trainer Christian Streich darin bestärken, auch gegen die Königsblauen alles in die Waagschale zu werfen. Denn: Die Knappen aus dem Ruhrgebiet haben trotz eines Raul und Klaas-Jan Huntelaar nicht die Klasse der Bayern. In München war für die Schalker unlängst kein Blumentopf zu gewinnen. Allerdings ist für die Schalker die Luft im oberen Tabellendrittel dünner geworden. Nach dem 0:2 in München sind sie auf den vierten Rang und damit nur noch einen Champions League-Qualifikationsplatz abgerutscht. So steht Schalke am Samstag im Breisgau unter Druck, kann sich dort eigentlich keine Niederlage leisten. Ganz andere Probleme hat der SC Freiburg. Trotz einer Steigerung nach der Winterpause steht der Sportclub nach der Winterpause immer noch auf dem letzten Tabellenplatz. Nach dem Weggang von Papiss Demba Cissé zu Newcastle United in der Winterpause hat beim SC kein Stürmer mehr in den bisherigen Partien nach der Winterpause getroffen. Erik Jendrisek, Stefan Reisinger, Garra Dembélé und auch Neuzugang Ivan Santini gingen leer aus. Das heißt aber nicht, dass die Offensive enttäuschte. Jendrisek spielt deutlich stärker als in der Vorrunde, wo er von Streich-Vorgänger Marcus Sorg nur sporadisch eingesetzt worden war. Und auch Santini hat mit starken Leistungen in den Heimspielen seine Verpflichtung rechtfertigt. Auf dieses Sturm-Duo baut Streich auch morgen gegen Schalke. ?Wir werden versuchen, gegen Schalke 04 wieder so ins Spiel zu kommen wie gegen Bayern, wir wollen versuchen, das Spiel ähnlich kompakt zu halten, selber Fußball zu spielen, Akzente zu setzen und den Gegner zu bekämpfen und zu beschäftigen?, sagte Streich im Hinblick auf die kommende Begegnung. Gegner Schalke 04 spielt bislang allerdings eine überdurchschnittlich gute Saison, woran auch der Trainerwechsel währende der Saison im September, als Huub Stevens den zurückgetretenen Ralf Rangnick als Chefcoach ablöste, nichts geändert hat. In der Bundesliga haben die Königsblauen mit 50 Toren aktuell so viele Treffer wie Meister und Tabellenführer Borussia Dortmund erzielt, allein Bayern München ist um ein Tor besser. ?Schalke besitzt eine herausragende Offensive und dazu eine herausragende Bank, die Mannschaft ist individuell top besetzt und spielt guten Fußball?, charakterisiert Christian Streich den Gegner. Die voraussichtliche Aufstellung des SC Freiburg: Baumann - Sorg, Diagné, Höhn, Lumb - Schmid, Flum, Makiadi, Rosenthal - Jendrisek, Santini. Es fehlen: Barth (Knieprobleme), Schuster, Mujdza (beide Traiinsgrückstan), Krmas (Muskelfaserriss in der Wade), Brandstetter (Leisten-OP).