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Barrierefreiheit ist ganz wichtig
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Der Behindertenbeirat im Gespr? mit Betroffenen und Interessierten: Behindertenbeauftragter Wolfgang Bartsch (Mitte) und seine beiden Stellvertreterinnen Susanne Bischoff (links) und Konstanze Koch, seit Jahresbeginn neu dabei (rechts), stellte den neuen Arbeitskreis vor. Foto: Anja Bertsch

Schopfheim (jab). In Sachen Barrierefreiheit und behindertengerechter Infrastruktur liegt in Schopfheim so einiges im Argen. Dies zu ändern hat sich der Behindertenbeirat der Stadt auf die Fahnen geschrieben.Mit der Gründung eines Arbeitskreises stellt sich der Beirat nun organisatorisch neu auf, um Anliegen, Informationen und Initiativen rund um das Thema besser als bislang zu erfassen und zu bündeln. Bei einem ersten Treff des Arbeitskreises im Café Augarten stellten Behindertenbeauftragter Wolfgang Bartsch und seine beiden Stellvertreterinnen Susanne Bischoff und Konstanze Koch die Pläne vor. Vier Arbeitsgruppen sollen sich je speziellen Bereichen widmen, Informationen über behindertengerechte Infrastruktur und Angebote - oder eben über einschlägige Leerstellen zusammentragen. Ein erster Fachbereich widmet sich dem Thema ?Kultur und Dienstleistungen?, ein zweiter beschäftigt sich mit dem Thema ?Bau und Verkehr?; weitere Arbeitsgruppen nehmen die Bereiche ?Arbeit und Bildung? sowie ?Inklusion? ins Visier. Dass Behindertengerechtigkeit und Barrierefreiheit eben nicht allein Sache der öffentlichen Hand ist, zeigten die Beispiele, die Susanne Bischoff für die Erläuterung der einzelnen Fachbereiche wählte. Alltäglichkeiten sind es, vermeintliche Selbstverständlichkeiten des öffentlichen Lebens, die, beispielsweise für Gehbehinderte, zum Problem werden. Welche Geschäfte beispielsweise sind barrierefrei zu erreichen, welche Arztpraxen, Gaststätten und Cafés in Schopfheim sind in diesem Sinne frei zugänglich, wo in der Stadt finden sich behindertengerechte Toiletten, und welche Vereine bieten einschlägige Aktivitäten - speziell für Behinderte oder aber in gemischten Gruppen - an, listete Bischoff eine ganze Reihe entscheidender Aspekte auf, die es im Rahmen des AK zu bearbeiten gilt. Gleichzeitig umfasst die Agenda inklusive Mängelliste sehr wohl auch Kernbereiche des kulturellen und politischen Geschehens, des öffentlichen Lebens in städtischer Verantwortung. Gemeinderatssitzungen. Wahllokale, das städtische Museum, zahlreiche VHS-Kurse oder städtische Kulturveranstaltungen bleiben den Behinderten oftmals verschlossen, oder sind nur mit einem Aufwand zu erreichen, der der Teilhabe am öffentlichen Leben jegliche Selbstverständlichkeit nimmt. Bei seiner Arbeit zählt der Behindertenbeirat auf Hinweise der Betroffenen und interessierter Bürger. Gleichzeitig sollen Informationen über bereits existierende Angebote ebenso wie über einschlägige Probleme und buchstäbliche Stolpersteine aktiv erhoben werden ? via Begehung der Innenstadt etwa, oder via Fragebogen, der den Stand der Dinge bei Vereinen, Geschäften, Arztpraxen, Gaststätten und sonstigen Einrichtungen etc erhebt. Um den Informationsfluss und Aktivitäten in Gang zu halten, will der Arbeitskreis von nun an alle sechs bis acht Wochen tagen, das nächste Treffen findet am 17. April um 19.30 Uhr im Café Augarten statt. Darüber hinaus bietet der Behindertenbeauftragte Wolfgang Bartsch jeweils am Montag von 14 bis 16 Uhr eine Telefonsprechstunde an unter 07622/4465.

 
Nachricht vom 02.03.2012
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