Von Mirko Bähr Rheinfelden-Adelhausen. Ein frisch gebackener Vize-Europameister geht in der kommenden Saison für Bundesligist TuS Adelhausen auf die Matte. Ivo Angelov sein Name. Angelov ist Bulgare, Greco-Spezialist, 32 Jahre alt und wird in der Vorrunde in der Gewichtsklasse bis 60 Kilo eingesetzt. Mike Hofmann, der sportliche Leiter des TuS Adelhausen, erwartet von Neuzugang Nummer fünf so einiges. "Er ringt auch international in dieser Gewichtsklasse, dass heißt, dass er nicht immer sieben oder acht Kilogramm Gewicht machen muss." Für Angelov ist die Bundesliga Neuland. Und trotzdem: "Er ist physisch richtig stark und wird keine Probleme haben, sich in der Bundesliga zu behaupten", ist sich Hofmann sicher. Der Bulgare tritt die Nachfolge von Zsolt Berki und soll ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger zum Siegringer avancieren. "Wir erwarten von ihm, dass er ähnlich gut einschlägt wie Gergö Wöller", so Hofmann. Dass Ivo Angelov etwas drauf hat, dass hat er schon des Öfteren auf internationaler Ebene bewiesen. So holte er 2011 bei der WM die Bronzemedaille und schaffte es in Dortmund bei der EM auf den zweiten Rang. Und auch jetzt bei der EM in Belgrad schaffte es Angelov bis ins Finale. Dort musste er sich dann dem Slowaken Istvan Levai mit 0:2 und 0:1 geschlagen geben. Auch sein neuer Teamkollege Damian Janikowski blieb der ganz große Coup verwehrt. Der Pole unterlag im 84 kg-Greco-Finale dem Bulgaren Hristo Marinov in zwei Runden. "Er wollte Gold. Es war für ihn eine Standortbestimmung, da er als Vize-Weltmeister direkt für die Olympischen Spiele qualifiziert ist", so Adelhausens Sportchef Mike Hofmann. Der blickt natürlich sehr zufrieden auf die Titelkämpfe in Serbien zurück. Für Athleten, die das TuS-Trikot tragen, gab es nämlich gleich dreimal Silber (auch Daniel Ligeti schaffte den Finaleinzug) und einmal Bronze (Gergö Wöller). "Wir haben mehr Medaillen geholt wie andere Vereine Starter haben", so Hofmann, der beim jüngsten Sponsorenemfpang auf dem Dinkelberg acht bis neun Neuzugänge ankündigte. Neben Igor Angelov, der bei dem traditionell hochrangig besetzten Dan Kolov-Turnier in Sofia 2011 und 2012 als Sieger von der Matte ging, hat der TuS Adelhausen bisher die drei Deutschen Carsten Kopp (Schriesheim), Johannes Kessel (Weingarten), Ilyas Özdemir (Neuss) sowie Ivan Guidea (Benningen) als Zuzüge präsentiert. Und glaubt man verschiedenen Ringerforen, dann wird in der kommenden Saison wohl ein weiterer Ungar auf dem Dinkelberg sein Können demonstrieren. So soll Tamás Lörincz aus Luckenwalde kommen. Der Europameister von 2006 passt ins Anforderungsprofil, deckt er doch die 66kg-Greco-Klasse ab.