Istein/Efringen-Kirchen (cl). Im Kalkwerk Istein stehe das Verbrennen von Lösungsmitteln, die in der Großchemie anfallen, nicht auf der Tagesordnung. Der Betrieb sei derzeit mit der Millioneninvestition in neue Ofentechnik beschäftigt, und "erst wenn wir mehr Ruhe haben, werden wir wieder einen Anlauf unternehmen", sagt Werksleiter Peter Leifgen. Denn die finanziellen Größenordnungen seien sehr unterschiedlich: Die neue Ofentechnologie bringe eine Energieeinsparung von 20 Prozent, bei den Lösungsmitteln gehe es um den Ersatz von nur drei bis vier Prozent der herkömmlichen Brennstoffe. Regelmäßig Kontrollen durch den TÜV Im neuen Ofen werde das Kalkwerk "auf Jahre hinaus" keine Lösungsmittel verbrennen. Und für den Mehrkammerschachtofen habe man für den Probebetrieb eine Genehmigung, die auf zwei der zwölf vorhandenen Brennstellen beschränkt sei. Das Werk habe auch eine Anlage errichtet, die aber erst noch Änderungen erfordere. "Da läuft auf Monate hinaus nichts", sagt Leifgen. "Erst müssen wir das Großprojekt abwickeln". Wenn das Verfahren dann mal laufe, würden die Abgase gemessen. Und "wenn dort Schadstoffe auftauchen, wird die Anlage abgestellt." Das Kalkwerk werde als Ganzes ohnehin regelmäßig kontrolliert. Die Immissionen messe der TÜV jährlich. Das Werk heize bislang mit Erdgas und Kohlestaub, denkbar wäre künftig auch der Einsatz von geschreddertem Holz.