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Das Sparbuch für den Umweltschutz
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Von Ulf Körbs Rheinfelden. Steht eine Baumaßnahme an, so muss für den Eingriff in die Natur Ausgleich geschaffen werden. Die Stadt Rheinfelden pflegt deshalb seit Jahren ihr Öko-Konto mit verschiedenen Maßnahmen. Und dieses "Sparbuch" ist gut gefüllt. Das versicherte Ursula Philipps von der städtischen Umweltabteilung dem Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Als Guthaben stehen dort die naturnahen Gewässerstreifen und artenreichen Feuchtwiesen am Mattenbach östlich von Herten, am Nollinger Dorfbach südlich der Wiechsmühle, am Mägdebrünnlein zwischen Eichsel und Adelhausen. Hinzu kommen die Umwandlung einer Fichtenschonung im naturnahen Wald am RRB Waidbach, Pflanzung und Sicherung von Obstbaumreihen sowie Entwicklung von artenreichen Saumbiotopen im Karsau als auch die Herstellung und Pflege eines naturnahen Quellteichs am Regenbrünnle bei Nollingen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Öko-Konten: zum einen das naturschutzrechtliche, das aber einen hohen Verwaltungsaufwand bedarf und damit auch einiges an "toten" Kosten erzeugt. Und dann gibt es ein städtisches wie in Rheinfelden, das vom Bauamt geführt wird. Und das soll auch so bleiben, wie der Bauausschuss befand und wofür SPD-Gemeinderat Alfred Winkler auch lobende Worte fand: "Wir haben damit lange vor anderen Gemeinden angefangen und so vermieden, dass landwirtschaftliche Flächen als Ausgleich genommen wurden." Der Alternative, dem naturschutzrechtlichen Ökokonto, müsste das Landratsamt zustimmen. Die Teilnahme aber würde großen Verwaltungsaufwand bedeuten, da es nach einem standardisierten, aufwendigen Verfahren geführt wird. Allerdings beschränkt es sich auf Schutzgüter wie Boden, Wasser und Biotope. Weshalb Baubürgermeister Rolf Karrer auch befand : "Das ist für uns vielleicht später einmal möglich, vorerst sollten wir das städtische Konto führen", dem sich nicht nur Fachfrau Ursula Philipps anschloss, sondern auch der Bauausschuss.

 
Nachricht vom 21.03.2012
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