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Basler Gugge zu Gast in Zell
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Die Basler "Gritte" ziehen durch Zell. Foto: Privat

Zell. Guggenmusikklänge konnte man am Sonntag in Zell vernehmen. Die Basler Schränz-Gritte, eine der größten Guggemusiken der Schweiz, hatte die Schwanenstadt zum Ziel ihres "Bummel-Sunntigs" auserkoren. Die Zeller ihrerseits ließen es sich nicht nehmen, den Basler Fasnächtlern einen unterhaltsamen Aufenthalt zu gestalten. Mit über 150 Personen reisten die "Gritte", wie sie in Basel nur genannt werden, am Vormittag an, um das Zeller Textilmuseum zu besichtigen. Das Team um Thomas Döbele zeigte sich bestens vorbereitet, und nach einem kleinen Stehempfang wurde das Museum besichtigt. Die Überraschung war perfekt, als jeder Besucher eine eigens gefertigte Kordel in den Vereinsfarben der "Gritte" in Empfang nehmen durfte. Die Kordel diente dazu, den bereits in Basel ausgehändigten "Bummel-Anhänger" umzuhängen. Die "Schränz-Gritte" wurde 1950 gegründet und besteht aus 80 aktiven Musikern, die weit über die Grenzen Basels bekannt sind. Mit klingendem Spiel zogen die Gugge nach der Besichtigung des Textilmuseums zum katholischen Pfarrsaal, wo ein mehrgängiges Menü vom Hotel "Löwen" aufgetischt wurde. Was die Guggemusiker nicht wussten: Dort standen die Akteure der Fastnachtsgesellschaft Zell schon bereit, um zwischen den Menügängen die Zeller Fasnacht zu präsentieren. Kaum war die Suppe verspeist, zog die Hürusmusik in den Saal ein. Uli Merkle gab eine kleine Einführung in die Geschichte und die Bräuche der Zeller Fasnacht, bevor alle der 14 Zeller Maskengruppen, repräsentiert von einem oder zwei Maskenträgern, vorgestellt wurden. Als Höhepunkt zog der Hürus mit Gefolge zu den Klängen des Narrenmarsches ein. Erstaunt waren die Basler Gäste über die vielen Parallelen zwischen Zell und Basel. So hat die Maske der "Zeller Alte" den gleichen Ursprung wir die Basler Traditionsmaske der "Alte Tante". Ganz aus dem Häuschen waren die Gäste beim Auftritt der Latschari-Sänger, die es vortrefflich verstanden, abwechselnd mit Schweizer und Zeller Liedern den richtigen Ton zu finden. Stehende Ovationen waren der Dank für die Akteure der Fastnachtsgesellschaft. Ermöglicht wurde der Ausflug durch die guten Kontakte von Peter Zluhan. Er selbst war in den siebziger Jahren aktiv bei den "Gritte" dabei.

 
Nachricht vom 21.03.2012
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