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Dammann als Landrätin vereidigt
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Von Marco Fraune Kreis Lörrach. Sie hat zwar schon die jüngsten Ausschusssitzungen geleitet, doch nun ist Marion Dammann auch offiziell an die Spitze des Landkreises Lörrach gerückt. Regierungsvizepräsident Klemens Ficht hat die neue Landrätin gestern am späten Nachmittag zum Abschluss der Kreistagssitzung vereidigt und verpflichtet. Marion Dammann folgt bekanntlich Walter Schneider, der nach acht Jahren im Amt seinen Rückzug zum Ende der ersten Wahlperiode erklärt hatte. Sie ist neben Dorothea Störr-Ritter (CDU, Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) nun die zweite Frau auf einem der insgesamt 35 Landratschefsitze in Baden-Württemberg. In ihrer Rede erneuerte Dammann den Willen zum offenen und konstruktiven Dialog mit den Kreistagsmitgliedern, den Verwaltungsmitarbeitern und auch den Gemeinden. Und: "Ich bin sicher, dass wir das Ziel, die Verwaltung noch dienstleistungsstärker zu orientieren, erreichen werden." Ihr zur Seite steht dabei auch der bei der Landratswahl unterlegene Walter Holderried, der als Erster Landesbeamter weiter tätig ist. Ihm dankte Dammann ganz besonders. "Er hat mir nicht nur einen freundlichen Empfang bereitet, sondern in diesen ersten drei Wochen haben wir einen Weg gefunden, der auf eine sehr kooperative Zusammenarbeit schließen lässt." Viele Aufgaben stünden an: Es bleibe nichts anderes übrig, als Schwerpunkte zu setzen, was im Frühsommer im Rahmen einer Klausurtagung von Kreistag und Verwaltung geschehen soll. "Mein Ziel ist, dass wir für die Gemeinden noch transparenter werden." Dammann sprach hier von einer "partnerschaftlichen Kooperation". Viele Annahmen, die sie in der Bewerbungsrede als Landrätin zu Grunde gelegt hätte, seien bestätigt beziehungsweise konkretisiert worden. "Natürlich müssen wir die Stärken des ländlichen Raums hervorheben und alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen." Hier müsse auch konsequent regionale Strukturpolitik betrieben werden. Kein Weg führe an der Förderung von zukunftsträchtigen Technologien vorbei. Als weitere Punkte nannte sie den Erhalt von Arbeitsplätzen, Fachkräftegewinnung oder auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Als Ziel gab Dammann ebenso aus, den Trinationalen Eurodistrict Basel "für den Bürger spürbar" zu machen. Auch die IBA sei "für die Bevölkerung leider ein sehr abstraktes Gebilde. Auch diese sollten wir mit Leben füllen." Sie habe großen Respekt vor dem Amt und den anspruchsvollen Aufgaben. "Aber Respekt heißt nicht, Angst zu haben. Für mich heißt es, Ärmel hochkrempeln und mit Elan die neuen Aufgaben anzugehen." Regierungsvizepräsident Ficht skizzierte in seiner Rede das, was die Bürger von einer guten Landrätin erwarten: Glaubwürdigkeit, Integrität, Bürgernähe sowie Entscheidungs- und Durchsetzungskraft. Zudem sei eine gute soziale Kompetenz nötig. Die Mehrheit des Kreistages hätte durch die Wahl gezeigt, dass sie überzeugt sind, Dammann erfülle all diese Voraussetzungen. Das Regierungspräsidium werde bei den anstehenden Aufgaben zudem mithelfen. Kreistagsvorsitzender Paul Renz setzt für die Zukunft nicht nur auf diese Zusammenarbeit, sondern auch auf die mit der neuen Landrätin. "Wir bieten Ihnen ein konstruktives Miteinander an" " und wünschte Dammann viel Glück für die Arbeit.

 
Nachricht vom 22.03.2012
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