Von Paul Berger Zell. Rechtzeitig die eigene berufliche Karriere planen " dafür erfuhren künftige Berufseinsteiger wertvolle und zukunftsweisende Hilfen bei der "Berufs- und Ausbildungsbörse" von Montfort-Real und Gerhard-Jung-Schule am Samstag. Als Kooperationspartner und Sponsoren unterstützten neben der Sparkasse Schopfheim-Zell auch die VR-Bank Schopfheim, die Gewerbe-Akademie Schopfheim,die Firma Mahle, Zell, Hotel Krone, Wiechs sowie die IOW-Betriebe das Projekt. Wichtig ist es, so Bürgermeister und Schirmherr Rudolf Rümmele, "Schule und Betriebe zusammen zu bringen". Abteilungsdirektor Manfred Strohm von der Sparkasse machte dies an einem Beispiel deutlich: "Wer ein Haus baut, braucht dafür ein solides Fundament". Über 50 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, angefangen von bekannten Industrieunternehmen mit weltweiten Kontakten über Verwaltungen, Krankenkassen, Banken, aber auch weiterführende Schulen und Lerneinrichtungen, die Stadt Zell und das Landratsamt, Einrichtungen für Heil- und Pflegeberufe, Fach- und weiterführende Schulen, Handwerksbetriebe, der Handel sowie die Polizei, Zoll und die Bundeswehr präsentierten bei dieser Börse ihre ebenso umfangreiche wie ausführliche Palette beruflicher Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten. Nicht zu übersehen war, die Chancen für Berufsanfänger stehen heute recht gut. Wer richtig motiviert ist und die entsprechende Einstellung mitbringt, dem eröffnen sich im Berufsleben gute Chancen, weiß Realschulrektor Rolf Leuger. Eine Sicht, die auch Clemens Theilacker, Rektor der Gerhard-Jung-Schule, teilt. Heute beginnt das Hinführen der Schüler auf die spätere Berufs- und Arbeitswelt bereits in der fünften Klasse, erklärt Theilacker. So können sich die jungen Leute rechtzeitig auf ihre beruflichen Ziele einstellen. Ebenfalls beeindruckt von der Fülle an Informationen zeigte sich Schulamtsdirektor Frank Heinrich. Es ist nicht nur die derzeit günstige konjunkturelle Lage in vielen Branchen, weshalb Betriebe wieder verstärkt nach Nachwuchskräften Ausschau halten. Der demografische Wandel macht sich langsam bemerkbar. Die Zeiten, in denen geburtenstarke Jahrgänge verstärkt ins Berufsleben drängten, gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Hinzu kommt, dass in der Grenzregion nicht wenige ihr berufliches Glück in der Schweiz suchen. So mancher Betrieb kann hiervon ein Lied singen, wie von der Ausbildungsleiterin eines bekannten Unternehmens zu erfahren war: "Wir bieten den Leuten eine gute Ausbildung und später verlassen sie uns", so die immer wieder gemachten Erfahrungen. Umso wertvoller sind die Kontakte, die bei einer solchen Börse geknüpft werden. Viele Firmen ließen daher ihren Azubis den Vorrang, um die eigenen Erfahrungen im Beruf an die interessierten Schüler und ihre Eltern weiterzugeben.