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Dax knapp im Minus nach acht Gewinntagen in Folge
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Frankfurt/Main (dpa) - Gewinnmitnahmen nach zuletzt acht freundlichen Handelstagen haben den Dax am Montag moderat im Minus schließen lassen.

Der deutsche Leitindex konnte seine frühen Verluste aber zum Ende hin deutlich reduzieren und gab schließlich nur noch marginal um 0,05 Prozent auf 7154,22 Punkte nach. Stützend wirkten sich dabei Finanzwerte aus, die ihre anfänglichen Abgaben noch in deutliche Gewinne ummünzen konnten. Der MDax verblieb mit 0,34 Prozent im Minus bei 10712,71 Punkten, während es der TecDax mit 0,73 Prozent auf 796,58 Punkte ins Plus schaffte.

Rückenwind gab es nach den frühen Verlusten durch die Vereinbarung zur Abwicklung der Kreditausfallversicherungen auf griechische Anleihen. «Die Ergebnisse haben keine weiteren bösen Überraschungen mit sich gebracht und so macht sich bei den Anlegern etwas Erleichterung breit», sagte Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade mit Blick auf die deutlich ins Plus gedrehten Finanzwerte. Zuvor wurden noch Gewinnmitnahmen für die deutlicheren Verluste verantwortlich gemacht, nachdem der Dax am Freitag bei knapp unter 7200 Punkten den höchsten Stand seit Anfang August 2011 erklommen hatte.

Die Bankentitel profitierten davon, dass sich Anleger mit den sogenannten Credit Default Swaps (CDS) bei griechischen Anleihen weitgehend schadlos halten können. Im Schnitt sollen 78,5 Prozent des Nominalwerts der Papiere zurückerstattet werden, teilte der Derivateverband ISDA am Montag mit. Titel der Deutschen Bank notierten zu Handelsschluss 2,15 Prozent höher bei 39,50 Euro und waren damit der Spitzenreiter im Dax, nachdem sie am Morgen noch zu den größten Verlierern gezählt hatten. Commerzbank waren indes ebenfalls deutlich ins Plus gedreht: Sie legten am Ende 1,69 Prozent zu.

Ansonsten sprachen Händler von einer insgesamt dünnen Nachrichtenlage auf Unternehmensseite, so dass sich einige Analystenkommentare stärker bemerkbar machten. Die Aktien von BMW rutschten am Dax-Ende um 1,62 Prozent auf 71,84 Euro ab, nachdem Goldman Sachs die Titel von der «Conviction Buy»-Liste gestrichen hatte. Autowerte zeigten sich auch europaweit schwach. Die Volkswagen-Anteile büßten vor diesem Hintergrund 1,45 Prozent ein.

Klare Gewinne gab es hingegen für die Aktien der Deutschen Post, die um rund 2 Prozent auf 14,435 Euro zulegten und dabei von optimistischen Analystenkommentaren profitierten. Sie standen jedoch auch mit einem Übernahme innerhalb der Branche im Fokus: Mit einem erhöhten Gebot für den niederländischen Rivalen TNT Express nahm der US-Logistiker UPS die erste Hürde für einen Zukauf, der den europäischen Paketmarkt aufwühlen dürfte.

Der EuroStoxx 50 konnte sein Minus zum Ende hin komplett ausgleichen und schloss prozentual unverändert bei 2608,42 Punkten. Der Londoner FTSE gab leicht nach und der Cac 40 in Paris verlor gut 0,5 Prozent. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa dagegen geringfügig im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,69 (Freitag: 1,66) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,20 Prozent auf 129,90 Punkte. Der Bund-Future stand unverändert bei 135,46 Punkten. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3150 (1,3116) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7605 (0,7624) Euro.

 
Nachricht vom 19.03.2012
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