Weil am Rhein (mme). Der Frühling hält Einzug im Altweiler Schlössligarten. Nicht nur die wilden Tulpen bilden einen gelben Farbteppich, auch der alte Dirlisbaum (Kornelkirsche) steht in voller Blüte und bildet einen schönen Kontrast zum Dach des neu eingedeckten Schopfes. Mit viel Liebe und noch viel mehr Arbeit ist Schlösslibesitzer Erich Ludin seit Monaten damit beschäftigt, das einsturzgefährdete Gebäude zu sanieren. Passend zum Ensemble entschied er sich für den historischen Altkircher Falzziegel der Gebrüder Gilardoni, der mit Nr. 3 von 1895 datiert versehen ist und der den alten Schopf zu einem wahren Schmuckstück werden lässt. Nie vor Überraschungen gefeit ist Ludin, wenn er sich an Baumaßnahmen macht. So fand er beim Herauslösen von Steinen einen reich verzierten Fensterrahmen aus rotem Sandstein. Nicht ausgeschlossen, dass dieser ein Original aus dem ehemaligen Schlössli ist, das Mitte des 18. Jahrhunderts abgebrochen wurde und ein weiteres Zeichen auf den einstmals feudalen Herrensitz ist. Die Bauarbeiten werden rechtzeitig abgeschlossen sein, wenn an den Aktionen "Tag des offenen Gartens" und "Tag des offenen Denkmals" der Innenhof wieder besichtigt werden kann.