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Im Zeller Bergland effektiv gearbeitet
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Nach wie vor als nat?che Landschaftspfleger unverzichtbar: Weidetiere im Zeller Bergland. Foto: Paul Berger

Zell-Riedichen ( ue ). Sorge bereitet den Landwirten und Landschaftspflegern nach wie vor der starke Farnbewuchs einiger Flächen im Zeller Bergland. Gleichzeitig aber machen der Bewuchs von Gestrüpp und Dornen den Weidewarten und ihren Helfern die Arbeit ebenfalls nicht leicht. Wie viel deren Arbeit tatsächlich wert ist, darüber gab es in der von Ernst Schlageter geführten Versammlung des Landschaftspflegevereins teilweise sehr unterschiedliche Ansichten. Wurden bislang je Einsatzstunde 7,50 Euro vergütet, sollten künftig laut Vorschlag von Kassierer Klaus Wetzel für Weidewarte zehn sowie für deren Helfer neun Euro berechnet werden. Geld, das von den Besitzern der Weidetiere teilweise in Form von Fronleistungen zu erbringen ist. Denn für jedes Rind, das auf die Weide kommt, sind neun Einsatzstunden zu leisten. Rund 40 Prozent der Tiere, die den Sommer über auf den Zeller Weiden grasen, sind Gasttiere. Viel zu niedrig für die Arbeit, die geleistet werde, fand Anton Schmid die vorgeschlagenen Vergütungssätze, weshalb die Riedicher Ortsgruppe bereits im letzten Jahr beschlossen habe, diese Sätze deutlich höher anzusetzen. 13 Euro für die Weidewarte sowie zwölf Euro für deren Helfer seien durchaus angemessene Vergütungen, bekräftigte Schmid seinen Vorschlag und fügte hinzu; "Wenn hüt einer im Betrieb Überstunden macht, hät er in jedem Fall mehr in de Stund". Unterstützung für seinen Vorschlag fand Schmid bei Christoph Philipp aus Pfaffenberg und Uli Eichin aus Gresgen. Einen Kompromiss schlug Rolf Eichin (Gresgen) der Versammlung vor. "Warum sollten wir nicht unterschiedliche Vergütungen in den einzelnen Ortsgruppen akzeptieren"", fragte er. Gleichzeitig regte Rolf Eichin einheitliche Stundensätze für Weidewarte und deren Helfer an, was letztlich mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Ebenso sollen die erbrachten Leistungen künftig mit zwölf Euro die Stunde vergütet werden. Außerdem beschloss die Versammlung, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von bisher sechs auf zehn Euro anzuheben. Wie Klaus Wetzel ankündigte, strebt der Verein über eine Satzungsänderung gleichzeitig den Status der Gemeinnützigkeit an. Ferner ist geplant, die bisherigen Ortsvereine zusammenzulegen. Strengere Regeln bei Verstößen und der Nichteinhaltung vorgegebener Vereinbarungen verlangte Uli Eichin (Gresgen). Es könne nicht angehen, dass einige die festgelegten Termine und Fristen nicht einhalten, ohne dafür die Konsequenzen zu tragen, beklagte er. Großes Lob für ihre Arbeit erhielten die verantwortlichen Weidewarte und Landschaftspfleger von der zuständigen Leiterin des Ressorts Landwirtschaft beim Landratsamt Lörrach, Diethild Wanke. Wie die 2011 durchgeführten Untersuchungen gezeigt hätten, werde im Zeller Bergland sehr effektiv gearbeitet. Allerdings stoße man vor allem bei Flächen mit starkem Farn- oder Dornenbewuchs auch an Grenzen. Versuche, dem Farnbewuchs mit "kontrolliertem Abbrennen" zu Leibe zu rücken, wurden unlängst, so berichtete Diethild Wanke, von so genannten "Feuerökologen" unternommen. Das Experiment soll zeigen, ob man es mit Feuer schafft, die so genannte "Sprengschicht" wegzukriegen und so den Farnbewuchs einzudämmen. Lobende Worte für die Landschaftspfleger fand auch Bürgermeister Rümmele. Er erinnerte an die Leistungen des Landschaftspflegevereins, die dieser in den vergangenen 20 Jahren für die Offenhaltung im Zeller Bergland erbracht habe. Inzwischen habe der Verein viele Verbündete gefunden, so Rümmele. Kritisch hingegen wertete der Gemeindechef die kürzlich erfolgte Auflösung des Landschaftszweckverbandes, was befürchten lasse, dass "die Musik künftig woanders spiele".

 
Nachricht vom 24.03.2012
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