Rheinfelden (kör). Eine kurze Stippvisite des neuen Orthopädie-Chefs Dr. Stefan Endres am Rheinfelder Krankenhaus nahm die Kliniken-Aufsichtsratschefin, Landrätin Marion Dammmann, Stellung zu den Befürchtungen um den hiesigen Standort. Sie beteuerte, er solle keineswegs geschwächt werden. "Wir müssen uns am Patienten entscheiden, nicht am Standort ", argumentiert argumentierte sie auch mit Bezug auf die Meldung des niedergelassenen Arztes Dr. Welf Dieterich, in Lörrach würden jetzt auch Schulter- und Knieoperationen vorgenommen, obwohl diese eigentlich Rheinfelden zu geordnet sind. Das sei auch weiterhin so, versicherte Verwaltungschef Armin Müller. Aber bei Unfällen würden sie in Lörrach, wo die Unfallchirurgie angesiedelt ist, behandelt. Müller und Dammmann zeigten auch ein gewisses Unverständnis für den Rheinfelder "Lokalpatriotismus" in Sachen Krankenhaus, was Dr. Endres durchaus nachvollziehen konnte. Es handele sich schließlich um ein gemeinsames Klinikum, das auf drei Standorte verteilt sei. Endres sprach wiederholt von der "Partnerklinik" Lörrach, an der die komplizierten Eingriffe wie die "große Wirbelsäulen-Chirurgie" Risiko-ärmer für die Patienten durchgeführt werden können. Was aber keineswegs bedeute, dass in Rheinfelden keine Wirbelsäulen behandelt würden. Alle drei waren sich wie auch der Betriebsratsvorsitzende Michael Griesch und dem leitenden Oberarzt Dr. Hermann-Josef Hellmich einig, dass man nach vorne scheuen und sich um ein positives Image bemühen müsse. Müller stellte dazu fest: "Der Konkurrent zu Rheinfelden ist nicht Lörrach, sondern die Heliosklinik im Norden und die Schweiz im Süden". Es müsse darum gehen, die potenziellen Patienten aus dem Landkreis vom Abwandern an Krankenhäuser außerhalb abhalten. Und dies könne nur im Einklang aller drei Standorte, die ihre eigenen medizinischen Schwerpunkte herausstellen müssen, erfolgreich geschehen, war sich die Runde einig..