Kandern. Einen bunten Nachmittag durften alle erleben, die sich für die Werk- oder die klassische Realschule in Kandern interessierten: Hinter der Fassade der August-Macke-Schule präsentierte sich am Schnupperabend für den neuen Jahrgang und viele weitere Interessierte ein munterer Markt der Möglichkeiten. Ein gelbes Käppi bekamen alle künftigen "Fünfer" schon am Eingang und dazu einen bunten Laufzettel, denn in Kleingruppen sollten sie durch ein spannendes Hinguck- und Mitmachprogramm geführt werden. Aber zuerst einmal wurden sie durch die Bläsergruppe mit Musiklehrer Friedrich Renkert musikalisch und von der Schulleitung mit kurzen Worten begrüßt und eingestimmt. Danach zeigten die aktuellen Fünftklässler den neuen, wie schnell man Mundharmonika lernen und in der Gruppe vorspielen kann. Dieter Härlin schickte die Gelbmützen dann endlich mit ihren Mentoren " sichtbar hochmotivierte Siebt- und Achtklässler " auf die Staun- und Lernsafari durch das Schulhaus. Ob man nun zuerst im Chemieraum experimentieren durfte, einen Englisch-Lernzirkel absolvierte oder ein Lesezeichen nähte, entschied die Farbe des Laufzettels. Es konnte aber auch mit dem Mitmachzirkus, dem Workshop "Altes Ägypten" oder dem Spielen auf Instrumenten im Musikraum beginnen. Und die kleineren Geschwister kamen strahlend mit lustigen Osterbasteleien aus dem Kunstraum. Der Technikraum stand zudem offen zum Mitwerken, genauso wie der Computerraum, in dem individuelles und individualisiertes Lernen am PC im Englisch- und Französischunterricht demonstriert wurde. Die Eltern konnten sich derweil an Schulhausführungen beteiligen, die Schulsozialpädagogin Cynthia Dörfler und ihre wertvolle Arbeit kennenlernen, sich individuell beraten lassen oder am Verpflegungsstand verweilen. Die Werkrealschule zeigte im oberen Stockwerk eine Ausstellung mit 25 von bislang weit über 900 Projekten des Kandern-Ingelfinger-Modells (KIM). "Wir waren überrascht, wie individuell hier auf jedes Kind eingegangen wurde", sagte eine beeindruckte Mutter zum Ende der Veranstaltung. "Meine eigenen Erinnerungen an die Schule sind nicht die besten", klagte ein Vater, dessen Sohn alle Stempel auf dem Laufzettel und noch zwei Lehrerautogramme auf der gelben Mütze gesammelt hatte, "aber hier würde ich selber gern noch mal in die Schule gehen."