Weil am Rhein (sc). Bei guter Gesundheit kann Peter Hillenbrand, engagierter und überaus geschätzter Pädagoge, früherer Rektor der Rhein- und Markgrafenschule sowie Gemeinderat, am Ostersonntag im Kreis seiner Familie den 80. Geburtstag feiern. Sehr früh hatte der Jubilar, der in Kehl geboren ist, den Wunsch, Lehrer zu werden. Der Vater, von Beruf Lehrer, zog mit der Familie nach Kleinkems, wo Hillenbrand die Schule besuchte. Nach dem Abitur am Hans-Thoma- Gymnasium in Lörrach ging Peter Hillenbrand 1947 auf das Pädagogium in Meersburg. Bad Krozingen und Hauingen waren die Stationen, bevor der "frisch gebackene Lehrer" 1958 an die Karl-Tschamber-Schule kam. 1966 trat er die Rektorenstelle an der Rheinschule und 1975 die an der Markgrafenschule an. 1988 koordinierte Peter Hillenbrand als geschäftsführender Rektor die Belange an den Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen in der Stadt. Es versteht sich von selbst, dass der engagierte Lehrer auch Unterricht gab. Die Aufgaben, die Peter Hillenbrand in seiner Laufbahn "so ganz nebenher" ebenfalls übernommen hatte, sind vielfältig. Fachberater für Kunst, Ausbildungslehrer an der Pädagogischen Hochschule, Lehrerbeauftragter am schulpraktischen Seminar, Mitarbeiter der Landesstelle für Erziehung/Unterricht und Prüfungsvorsitzender der Werkrealschule. Hinzu kommen drei Jahre Engagement im Bürgerausschuss der Stadt und neun Jahre gehörte er dem Gemeinderat an. Peter Hillenbrand war stets bereit, vollen Einsatz zu bringen und Verantwortung zu übernehmen. "Bis zum letzten Tag bin ich gerne in die Schule gegangen", sagt der Jubilar rückblickend. Die Erinnerung an die Projekttage, an denen die Schüler von Rock 'n'Roll bis hin zu Werken und Technik ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten, zaubern heute noch ein Lächeln in sein Gesicht. Peter Hillenbrand, selbst ein sehr kreativer Maler und Zeichner, wurde als Kind von Dr. Großmann, dem Direktor der Kleinkemser Zementfabrik gefördert. Durch ihn kam er 1948 als erster Austauschschüler nach Frankreich. 1996 ging Peter Hillenbrand in Pension. "Von nun an kam die Familie mehr zu ihrem Recht". Mit seiner Frau Renate, die er in seiner Zeit in Hauingen kennengelernt und 1957 geheiratet hatte, hat der Jubilar zwei Kinder. Im Ruhestand ging das Ehepaar viel auf Reisen, vor allem Italien, Südtirol oder die Provence waren bevorzugte Ziele. Überall hat Peter Hillenbrand seine Malutensilien mitgenommen und herrliche Landschaftsbilder gemalt. Radfahren, Schwimmen und vor allem Wandern machen dem Jubilar außerdem viel Freude. Und: Peter Hillenbrand liest gerne. Siegfried Lenz, Günter Grass, Autobiographien bekannter Persönlichkeiten " sein Bücherschrank ist eine wahre Fundgrube zeitgenössischer Literatur. Den Geburtstag wird Peter Hillenbrand mit seiner Familie feiern, zu der zwischenzeitlich sechs Enkelinnen gehören.