Hannover (dpa) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, kritisiert eine vom Internet befeuerte Empörungskultur und sieht die Netz-Anonymität mit Skepsis. An Empörungszyklen und raschen Schuldzuweisungen gebe es keinen Mangel, monierte Schneider in seiner Osterbotschaft. Über soziale Netzwerke verbreite sich Empörung in Minutenschnelle. «Viel zu viele schließen sich ohne Überprüfung oder Nachdenken an.» Schneider sagte zudem der «Münsterschen Zeitung»: Die Anonymität des Internets sei eine Verlockung, Hemmungen aufzugeben.