Stiller Has ist Kult. Einst als verqueres Duo in Bern gestartet, mittlerweile zur Band angewachsen, haben Stiller Has in der Schweiz mit fast allen ihrer zwölf Alben Goldstatus erreicht, den Salzburger Stier, den Deutschen Kleinkunstpreis und den "Liederbestenpreis" eingeheimst. Stiller Has springt zwischen Poesie, Ballade, Krach, Witz, Sprechgesang, Pop,Blues und Rock&Roll hin und her, schlägt Haken zwischen Kabarett und Performance. Himmeltraurig schön ist der waidwunde Blues des Wortschöpfers, Schausängers und Stimmspielers Endo Anaconda, kongenial umgarnt von der aktuellen Formation. In Songs um Sucht und Sehnen, Lebenslust und Todesahnung halten Stiller Has mit ihrem ureigenen poetischen Sarkasmus der Gesellschaft einen Spiegel vor. Ein Auftritt von Stiller Has ist weit mehr als eine durch einige flockige Sprüche aufgelockerte Darbietung von Liedern. Heben die Hasen so richtig ab, dann ist dies nicht nur ein Konzert " Performed Art passt da schon eher. Und die Kultband kommt nach Basel in die Kaserne. "I wott meh, meh als mönschemüglech isch", ruft Anaconda dem Land zu: "I wott nech ändlech lache gseh!" Und es ist dies ein würdiger Epilog zu Mani Matters "Warum syt dir so truurig"", wie er nur ihm gelingen konnte, dem singenden Dichter Anaconda, der als gebürtiger Österreicher den Schweizern genauer aufs Maul schaut, als jeder Hiesige es vermöchte . Kaserne Basel Samstag 7. April, Doors 20 Uhr, Reithalle , 35 Franken