Von Max Schweiger Max Schweiger hat ein richtiges Abenteuer vor sich. Eine Reise um die Welt. Und sporadisch wird er uns an seinen Abenteuern, die er mit seinem Freund David erleben wird, teilhaben lassen. Wann immer es etwas zu berichten, wird uns Max auf seinen Smartphone einen Bericht tippen und dann zukommen lassen. Wir sind gespannt. Und hier kommt sein erster Bericht: "Eine Reise muss hektisch beginnen", sagte meine Tante. Und tatsächlich habe ich es nicht geschafft den Rucksack vorzupacken, ihn in die Ecke zustellen und meinen letzten Tag gemütlich mit Familie und Freunden zu verbringen. Stattdessen sprang ich voller Panik durch die Wohnung und suchte meine Stirnlampe. Ich durchwühlte Schubladen, schaute in den Taschen von Kleidung im Wäschekorb nach und war der Verzweiflung nahe. Irgendwo musste sie doch sein. Schlussendlich fand ich sie ganz unten in meinem sorgsam gepackten Rucksack. Ich stopfte also alles wieder zurück, verabschiedete mich von meinen Eltern und setzte mich in den Zug nach nach Freiburg. Dort werde ich meinen Reisepartner David treffen, mit dem ich vor einem halben Jahr die Reise nach Asien, Australien und Kanada geplant hatte. Nun sollte es endlich losgehen. Nach ein paar Stunden Zugfahrt zum Flughafen in Frankfurt sitzen wir im Flugzeug. Die Triebwerke fahren hoch - der Flieger beschleunigt und hebt ab. Spätestens jetzt wird uns klar, dass es kein zurück gibt. Auf und davon - ein halbes Jahr nur mit dem Rucksack und mit so wenig Geld wie möglich. Nachts wollen wir in unserm Zelt schlafen und Essen auf einem kleinen Campingkocher zubereiten. Zumindest in Kanada und Australien. Aber um ehrlich zu sein haben wir keine Ahnung was auf uns zukommt und keine Pläne wie wir irgendwohin kommen. Aber genau das wollten wir. Es ist 21 Uhr Ortszeit und bereits dunkel als wir aus dem Flughafengebäude in Bangkok treten. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit lassen uns aus dem klimatisierten Flughafengebäude wie gegen eine Wand laufen. Langsam aber sicher kriecht die Feuchtigkeit durch unsere Kleidung - Jeans und T-Shirt werden schwer und kleben. Doch David hat jetzt erstmal ganz andere Sorgen. Wir suchen seine Freundin Franzi. Sie hat die selbe Reise wie wir gebucht, flog aber bereits einen Monat früher nach Thailand. Zwei Tage ist sie noch hier und fliegt dann weiter nach Sidney, wo wir sie in einem Monat wieder sehen werden. Franzi hat versprochen uns am Flughafen abzuholen und ein günstiges und halbwegs sauberes Hotelzimmer für uns zu buchen. Irgendwo in der Menge der Wartenden muss sie sein. Gefunden - die beiden fallen sich in die Arme. Immerhin haben sie sich seit über einem Monat nicht mehr gesehen. Mit dem Taxi geht es weiter zum Hotel. Linksverkehr - unser Taxifahrer schlängelt sich durch das Verkehrschaos von TukTuks, Bussen und Rollerfahrern, überall Gehupe. Jede erdenkliche Motorkontrollleuchte auf dem Armaturenbrett blinkt. Ich versuche nicht zu überlegen warum mein Anschnallgurt abgeschnitten ist und kämpfe stattdessen mit der Gummidichtung der Tür, die mir ins Gesicht hängt. Im Hotel angekommen springe ich erstmal unter die Dusche. In einer halben Stunde treffen wir uns zum Essen. Den folgenden Tag wird David mit Franzi verbringen und ich plane, mich noch ein bisschen auszuruhen und danach Bangkok anzusehen. Übermorgen werden wir Franzi zum Flughafen begleiten und versuchen so schnell wie möglich aus Bangkok raus zu kommen. Wie und Wohin erfahrt ihr im nächsten Bericht.