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Leitstelle Garant für schnelle Hilfe
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Von Peter Ade Kreis Lörrach. Die Integrierte Leitstelle (IL) im Rettungszentrum an der Weiler Straße in Lörrach ist wichtiger Garant für die Sicherheit der Menschen im Landkreis. Die IL ist rund um die Uhr besetzt. Sie nimmt Hilferufe entgegen und koordiniert Einsätze des Rettungsdienstes, des Notarztes, der Feuerwehr und der Bergwacht. Seit Ende 2000 betreibt der Landkreis die IL gemeinsam mit der Rettungsdienst gGmbH und erfüllt damit die Aufgaben der Leitstelle nach dem Feuerwehrgesetz wie auch der Rettungsleitstelle nach dem Rettungsdienstgesetz (jeweils Notruf 112). Auf der Basis einer Vereinbarung werden die Betriebskosten jeweils zur Hälfte vom Landkreis und den Betreibern des Rettungsdienstes getragen. "Beide lösen Aufgaben und Probleme gemeinsam", betonen die Partner. Die IL ist ständig mit mindestens zwei ihrer insgesamt 13 Mitarbeiter besetzt. Sie nehmen pro Jahr über 100 000 Anfragen entgegen, die kreisweit an die 30 000 Alarmierungen für die Feuerwehr und/oder das DRK zur Folge haben. Zusätzlich kümmert sich die IL um die Belange der so genannten nicht polizeilichen Gefahrenabwehr. Die IL ist im zweiten Obergeschoss des Rettungszentrums an der Weiler Straße untergebracht. Sie besteht aus dem Leitstellenraum mit rund 90 Quadratmeter Fläche, einem Technikraum, den Sanitärräumen und einem Büro für den Leitstellenleiter. Direkt angebaut wurde ein Lagezentrum, das bei großen Schadensereignissen besetzt werden kann. Ebenfalls im Gebäude angesiedelt sind die DRK-Geschäftsführung und der Kreisbrandmeister. Rettungsdienst-Geschäftsführer Svend T. Appler unterstreicht, dass trotz aller Personalprobleme bei 95 Prozent aller Notrufe der Rettungsdienst nach zehn bis 15 Minuten zur Stelle sei, damit Rettungssanitäter und ein ebenfalls alarmierter Notarzt unmittelbar mit der Erstversorgung beginnen können. Außerdem besagt die so genannte "Golden Hour", dass die "definitive klinische Therapie bei wesentlichen notfallmedizinischen Krankheitsbildern nach höchstens 90 Minuten beginnen muss". Im Rettungsdienst sind zurzeit kreisweit 120 Voll- und Teilzeitkräfte mit insgesamt fast 122 000 Personalvorhaltestunden beschäftigt. Letztes Jahr rückten die Fahrzeuge zu 9000 Rettungsfahrten und 6000 Krankentransporten aus. 4500 Mal waren Notärzte im Einsatz. Ohne Notarztkosten belief sich das Budget des Rettungsdienstes 2011 auf vier Millionen Euro. Dafür verantwortlich sei allerdings nicht das DRK. Es fungiere lediglich als Abrechnungsstelle für die Kranken- und Unfallversicherer, mithin die Kostenträger der Einsätze. Über Art und Umfang der Ausstattung mit Autos und deren Ersatzbeschaffung entscheidet der Bereichsausschuss, dem Vertreter der Krankenkassen, der Rettungsdienste und des Landratsamtes angehören.

 
Nachricht vom 14.04.2012
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