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Artenreiche Lebensräume erhalten
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Mit seinen Spenden unterst? der Verein f?rieden und Entwicklung unter anderem Projekte, mit denen gegen die Abholzung von Regenw?ern gek?ft wird. Foto: Archiv

Zell. In seiner jüngsten Sitzung vergab der Verein für Frieden und Entwicklung (VFE) Spenden im Gesamtwert von 2600 Euro. Mit je 300 Euro wurden ein Kinderheim in Indien, betreut durch den Karunyatrust und schon viele Jahre auf der Spendenliste des Vereins, sowie das Projekt "Wasserfilter für sauberes Trinkwasser in Bangladesch" (vorgestellt in Zell von Siegfried Pater 2010) unterstützt. Um die Bewahrung des Regenwaldes, der Flora, Fauna und der indigenen Bevölkerung geht es in den drei Projekten der Initiative "Rettet den Regenwald", die mit je 600 Euro unterstützt wurden. Das erste wird in Intag/Ecuador verfolgt, wo seit 20 Jahren interna­tionale Minengesellschaften versuchen, die Bodenschätze auszubeuten. Oft wird die Bevölkerung durch Paramilitärs eingeschüchtert. Gegen die Bergbauaktivitäten wird jetzt eine große Aufklärungskampagne mit Radiosendungen, Workshops zur Vernetzung, Rechtsberatung und Klageschriften gestartet. Das zweite Projekt befasst sich mit Palawan Island, einer Inselgruppe, die zu den artenreichsten Lebensräumen der Philippinen gehört. Dort treiben Landes- und Provinzregierung den Abbau von Nickel und Chrom massiv voran, wodurch die indigene Bevölkerung immer mehr ihre Lebensquelle verliert. Böden und Gewässer werden verseucht.Um die Katastrophe aufzuhalten, sammeln Aktivisten Daten, informieren, vernetzen und beraten die Bevölkerung, organisieren Demos und Radiosendungen. Videos und Beweise werden im Internet verbreitet, um über die Weltgemeinschaft Druck auf die philippinische Regierung auszuüben. Das dritte Projekt befasst sich mit Sumatra/Indonesien. Die Einwohner von Sepintun wollen ihren Urwald zum Schutzgebiet erklären, damit er künftig sicher ist vor den Motorsägen der Holzfäller. Gefordert wird ein geschützter Lebensraum für Elefanten und Tiger, für die jahrhundertealten Meranti-Bäume und auch für die Ureinwohner selbst. Es soll verhindert werden, dass das Forstministerium die Abholzgenehmigung wieder aufnimmt. Das Schutzwald-Projekt wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen und mehrere Zehntausend Euro kosten. Mit 200 Euro wurde das Netzwerk für ethischen Konsum unterstützt, eine Initiative der Europäischen Union und vertreten durch die Christliche Initiative Romero (CIR). Ziel  ist es, Konsumenten und die breite Öffentlichkeit über die Arbeitsbedingungen zu informieren, die Alltag sind in den weltweiten Fabrikhallen, die für die Menschen in den Industrieländern Spielzeug, Kleidung und Computer produzieren. Ethischer Konsum ist Teil eines nachhaltigen Lebensstils und bedeutet daher, sich bewusst für ein Produkt oder eine Leistung zu entscheiden, die man selbst als sozial beziehungsweise ökologisch nachhaltig einschätzt. Der VFE mit seinem Weltladen Cabanja möchte diese Einstellung in der Öffentlichkeit bewusster machen und das Denken in diese Richtung fördern.

 
Nachricht vom 14.04.2012
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