Lörrach (bk). Die Stadt Lörrach hat in Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt einen Workshop zum Thema "Interkulturelle Kommunikation Deutschland " Schweiz" veranstaltet. Aus den Inhalten des Workshops entstand eine Broschüre, die auch als Grundlage für zukünftige Aktivitäten dient, denn: Für 2012 ist ein grenzüberschreitender Verwaltungsaustausch geplant. "Am besten lernen wir unserer Nachbarn kennen, wenn wir in ihre Arbeitswelt eintauchen, möglicherweise ergeben sich daraus neue Themen und Projekte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit," so Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm gestern vor den Medien. Thomas Kessler, Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung im Präsidialdepartement Basel Stadt, betonte unter anderem den gemeinsamen Kulturraum, der bis zum Jahr 1914 tatsächlich vorhanden gewesen sei: "Vor 1914 hatten wir die Normalität, die wir heute suchen." Es sei ein erklärtes Legislaturziel der Regierung, das Zusammenwachsen der Region zu fördern, sagte Kessler. Je bessert man sich gegenseitig kenne, so Heute-Bluhm und Kessler unisono, desto deutlicher schlage sich dies auf der Arbeitsebene grenzüberschreitender Gremien nieder. Mit Blick auf das grenzüberschreitenden Miteinander wünschte sich Heute-Bluhm, dass sich die Beiträge Lörrachs - etwa "Stimmen" und das Museum am Burghof - noch etwas präsenter im Bewusstsein der Basler Nachbarn etablieren. Bereits vor dem gemeinsamen Workshop mit dem Kanton Basel-Stadt hatten Vertreter der Lörracher Stadtverwaltung in Saint-Louis ein Seminar zu interkulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Frankreich veranstaltet. Daher fand im vergangenen Oktober " gewissermaßen als Folgeveranstaltung innerhalb des trinationalen Eurodistrikts " im Großratssaal des Basler Rathauses ein weiterer Workshop, diesmal zwischen der Schweiz und Deutschland statt. Die Teilnehmer bekamen durch die Veranstaltung jeweils einen Einblick in Verwaltungsstruktur und alltägliche Arbeit jenseits der hoheitlichen Grenze. Neben der gegenseitigen Vorstellung der Verwaltungs- sowie der politischen Systeme wurde über die jeweilige Verwaltungssprache diskutiert und so auch die feinen Unterschiede in der geschäftlichen Kommunikation " sei es im Mailverkehr, per Telefon oder bei Besprechungen " behandelt. Gerade der Vergleich von konkreten Alltagssituationen sorgte für Heiterkeit und so manchen "Aha-Effekt". Die Ergebnisse des Workshops fasst die Broschüre "Workshop Interkulturelle Kommunikation" zusammen, die auf der Webseite der Stadt Lörrach im Bereich "Lörrach im Überblick" " "Trinationale Zusammenarbeit" unter den "weiteren Informationen" abgerufen werden kann.