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Zahl der Grenzgänger steigt weiter
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Kreis Lörrach. Der Trend setzt sich fort: Die Schweiz hat im vergangenen Jahr für insgesamt 23"228 Personen aus dem Landkreis Lörrach Grenzgängerbewilligungen ausgestellt. Das ist ein Anstieg von 986 im Vergleich zu 2010. Für den Landkreis Waldshut waren es 15637 Grenzgänger, ein Zuwachs von 773 gegenüber 2010. Seit Jahren wächst die Zahl der Grenzgänger in die Schweiz stetig. Von den insgesamt 54496 Grenzgängerbewilligungen für Deutschland entfallen etwa 43 Prozent auf den Landkreis Lörrach und 27 Prozent auf den Landkreis Waldshut " insgesamt also 70 Prozent auf die Wirtschaftsregion Südwest. Etwa jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowohl im Landkreis Lörrach als auch im Landkreis Waldshut arbeitet somit in der Schweiz" Tendenz steigend. Die Wirtschaftsregion Südwest GmbH (WSW) ermittelt die Grenzgängerzahlen auf Gemeindeebene auf Grundlage von Originaldaten des Bundesamtes für Statistik in Bern. Dort werden die Grenzgängerbewilligungen erfasst. Erfahrungsgemäß nimmt jedoch nicht jeder Inhaber einer Bewilligung auch tatsächlich seinen Arbeitsplatz in der Schweiz wahr. Die Statistiker korrigieren daher die Zahl der Bewilligungen um etwa 15 Prozent nach unten und erhalten so die genannte offizielle Grenzgängerzahl. Konkrete Verwendung finden die Grenzgängerzahlen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. Dort werden die von der WSW zur Verfügung gestellten Daten genutzt, um die Arbeitslosenquoten des Kreises und der Gemeinden zu berechnen. Seit 2007 werden von der BA "Auslandspendler" bei der Berechnung der Arbeitslosenquoten bundesweit nicht mehr berücksichtigt. Was in anderen Grenzregionen praktisch folgenlos blieb, verminderte die Quoten am Hochrhein um nahezu einen Prozentpunkt. Die Landkreise Waldshut, Lörrach und Konstanz vereinbarten daraufhin mit Nürnberg, dass sie fortan die Zahlen beschaffen werden und die BA somit wieder korrekte Quoten berechnen kann. Eingesetzt werden die Grenzgängerzahlen aber auch an anderer Stelle, wie der Planung grenzüberschreitender Bus- und Bahnangebote oder der Abschätzung des zukünftigen Wohnraumbedarfs im Landkreis. Außerdem können Studien überregionaler Institute zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit korrigiert werden. In diesen Untersuchungen werden die in keiner deutschen Statistik aufgeführten Grenzgänger bisher nicht berücksichtigt.

 
Nachricht vom 26.04.2012
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