Von Eva Klassen Lörrach. Rot-Weiss Lörrach (RWL) ist in Verkaufsstimmung: Die Mitglieder des Sportvereins haben in der Jahreshauptversammlung zugestimmt, die Rollschuhbahn und den Tartanplatz an die Stadt zu verkaufen und Verkaufsverhandlungen bezüglich der Vereinsgaststätte aufzunehmen.Geringer Nutzen bei starker finanzieller Belastung für den Verein führte Vorsitzender Wolfgang Hirsch als Gründe für die Verkaufsvorhaben aus. Der Tartanplatz werde mittlerweile nur noch im Sommer zwei Stunden pro Woche von der Tennisabteilung genutzt. Der Platz ist laut Hirsch stark sanierungsbedürftig. Sanierung des Tartanplatzes würde 46"500 Euro kosten Der Vorsitzende erwähnte Löcher im Tartanplatz, fünf von zehn Flutlichtmasten seien defekt und der Zustand der elektrischen Verkabelung sei ungewiss. Insgesamt berechnete Hirsch für die nötigsten Sanierungsmaßnahmen 46"500 Euro. Die Pflege des Platzes koste den Verein außerdem 6000 Euro pro Jahr. Auch die Rollschuhbahn neben dem Tartanplatz will RWL an die Stadt Lörrach verkaufen. Mit dem Verkauf der beiden Plätze soll ein Grundstückstausch verbunden sein. Das Gelände, auf dem das Tennisheim steht, gehört der Stadt. Es mache Sinn, das Grundstück, auf dem ein Vereinsgebäude stehe, auch zu besitzen, erklärte Hirsch. Der Preis für die Grundstücke soll jeweils 12,50 Euro pro Quadratmeter betragen. Da die Grundstücke noch vermessen werden müssen, konnte Hirsch noch keine Angabe über die Größen machen. Rollschuhbahn und Tartanplatz sind aber insgesamt größer als das Gelände ums Tennisheim, so dass RWL von Tausch und Verkauf finanziell profitieren wird. Die Stadt plant laut Hirsch, ein Fußballfeld auf dem Gelände zu errichten. Manfred Jauch von der Tennisabteilung stimmte dem Verkauf im Namen der Tennisabteilung zu, befürchtet aber eine erhöhte Lärmentwicklung durch Fußballspieler. Direkt neben dem zukünftigen Fußballfeld befinden sich noch weitere Tennisplätze. Die Vereinsgaststätte soll verkauft werden Auch über den Verkauf der Vereinsgaststätte neben dem Tartanplatz stimmten die Vereinsmitglieder ab. Der Verein erhält eine monatliche Pacht in Höhe von rund 3000 Euro. Laut Hirsch stehen in naher Zukunft aber umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Insgesamt sei das Gebäude in einem sehr schlechten Zustand, betonte Hirsch. In den vergangenen zwölf Jahren habe der Verein bereits 120.000 Euro in die Sanierung der Gaststätte investiert, die Arbeiten seien aber längst nicht abgeschlossen. Die Pächter, die in der Gaststätte ein asiatisches Restaurant betreiben, sind laut Hirsch unter Umständen am Kauf des Gebäudes interessiert. Einen Preis konnte Hirsch allerdings noch nicht nennen. Nach längerer Diskussion stimmten die Mitglieder bei acht Gegenstimmen und drei Enthaltungen dafür, die Verkaufsverhandlungen zu beginnen. Sobald ein Kaufpreis feststeht, soll eine Mitgliederversammlung einberufen werden, um über den Vertragsabschluss abzustimmen. Der Vereinsvorstand wurde in der Versammlung komplett wiedergewählt (wir berichten noch).