Suche in Redaktionsseiten
Stimmung!
Aus aller Welt
Lokales
Anzeigen
Abos & Service
Freizeit & Spass
Ticketverkauf
Leserreisen
Fotogalerie
E-Paper
Profil & Kontakt
 
Mit PIA gegen den Fachkräftemangel
zurück Diese Seite drucken
 
Ab September soll die neue Ausbildung (PIA) f?rzieherinnen starten. Gaby Marx (links) und Monika Mareis hoffen, dass es gelingt, 16 Ausbildungspl?e bei den Tr?rn zu finden. Foto: Gerd Lustig

Von Gerd Lustig Der aktuell beklagte Mangel an Fachkräften betrifft natürlich auch den Bereich Sozialpädagogik und den Beruf Erzieherin. Verschärft wird die Lage noch durch eine Gesetzesvorgabe, wonach ab August 2013 jedem Kind unter drei Jahren ein Platz garantiert sein muss, sprich: Die Nachfrage wird weiter steigen und der Fachkräftemangel noch eklatanter. Die Fachschule für Sozialpädagogik in Lörrach, die Mathilde Planck-Schule, hat reagiert und neben der herkömmlichen Ausbildung (ein Jahr Berufskolleg sowie drei Jahre Fachschule samt Anerkennungsjahr) als neustes Modell die praxisintegrierte Ausbildung für Erzieherinnen, kurz PIA, aus dem Boden gestampft und aufgenommen. Der Startschuss dazu könnte bereits zum Schuljahresbeginn am 10. September fallen. Eine zusätzliche Pädagogenstelle in den Fächern Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik ist bewilligt. Um mit PIA starten zu können, braucht es aber entsprechende Träger (Kommunen und Kirchen), die mitmachen. "Mindestziel sind 16 Ausbildungsplätze", sagen Schulleiterin Monika Mareis und ihre Abteilungsleiterin Sozialpädagogik, Gaby Marx. Bislang gibt es 12 Plätze, das heißt: noch fehlen vier. "Sollten wir nur 15 finden, wäre das dann leider auch daneben", verweist Mareis auf die Vorgaben des Regierungspräsidiums. Das Interesse am neuen Ausbildungsgang groß. "Wir haben etwa 50 Bewerber für PIA", betont Marx. Auch ansonsten registriert die Fachschule eine steigende Anzahl an Anmeldungen, etwa um die Hälfte mehr als sonst üblich. Sollte die PIA-Klasse nicht zustande kommen, wird eine zusätzliche Klasse mit dem herkömmlichen Ausbildungskonzept geschaffen. Vorteil von PIA ist nicht nur die verstärkt in die Ausbildung eingebundene Praxis, sondern auch, dass nach dem einjährigen Berufskolleg die folgenden drei Ausbildungsjahre vergütet werden, und das heißt: 1. Jahr 700 Euro, 2. Jahr 750 Euro, 3. Jahr 795 Euro, angelehnt an die Bezahlung für Verwaltungsfachangestellte. Nachteil indes: Die Schulferien fallen weg. Für die Träger fallen hingegen vordergründig höhere Kosten an, zumal ein Ausbilder und auch der Auszubildende bezahlt werden müssen. Den Trägern winken aber auch Landes- und Bundeszuschüsse. Bislang gab es Bezahlung lediglich im Anerkennungsjahr. Gaby Marx sieht Vorteile der neuen praxisintegrierten Ausbildung. Ähnlich der Lehrlingsausbildung könnten die Azubis besser an das Haus gebunden werden.

 
Nachricht vom 03.05.2012
zurück Diese Seite drucken
 
 
 
     
Impressum