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Sachsen-Anhalt prüft Einstieg bei Sovello
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Magdeburg (dpa) - Angesichts der Pleitewelle in der deutschen Solarindustrie prüft Sachsen-Anhalt den Einstieg bei dem insolventen Hersteller Sovello. «Das muss alles im Einzelfall geprüft werden», sagte Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) in Magdeburg.

Es stelle sich die Frage, ob man sich bei einem Zuschuss vorübergehend Eigenkapitalrechte am Unternehmen geben lasse. «Das würden wir prüfen.» Allerdings sei eine Zustimmung der EU notwendig. Zunächst sei zudem ein Sanierungskonzept gefordert.

Sovello mit rund 1200 Arbeitsplätzen in Bitterfeld-Wolfen hatte am Montag einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Management will damit eine Sanierung erreichen. Der Betrieb bei Sovello läuft nach dem Insolvenzantrag mit gedrosselter Kraft weiter. Derzeit sei die Produktion wegen des schwierigen Marktumfeldes auf etwa ein Drittel der Kapazität reduziert, sagte Unternehmenssprecher Robert Reinsch. «Wir produzieren weiter und suchen einen Investor.» Bis Ende August sollen bei dem rund 1200 Mitarbeiter zählenden Unternehmen alle Sach- und Personalkosten auf den Prüfstand gestellt werden.

 
Nachricht vom 15.05.2012
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