Schliengen-Liel (boe). Die 100.000 Euro-Marke wurde geknackt: Damit hat der Verein zur Förderung der Lieler Dorfkirche eine erste wichtige Hürde genommen und ist seinem Ziel ein ganzes Stück nähergekommen. Wenn alles nach Plan läuft, können die Renovierungsarbeiten an der Kirche Ende des Jahres, voraussichtlich im Spätherbst, starten. Dies berichtete Heidi Ranft bei der Generalversammlung. Zu denen, die es kaum erwarten können, zählt auch der Vorsitzende des Fördervereins, Otmar "Henry" Sprich. "Ich wünsche mir, dass es endlich losgeht". So ginge es auch den Mitgliedern der Gemeinde. "Die Leute fragen regelmäßig bei mir nach", erklärte der Vorsitzende. Die 100.000 Euro Guthaben waren die Voraussetzung, um einen günstigen Kredit für die Maßnahme beantragen zu können. Die Gesamtkosten für die Innenrenovierung und technische Instandsetzung werden indes auf knapp 300.000 Euro beziffert. Darum hofft man nach wie vor auf Spenden und "einen größeren Geldsegen", wie der Vereinsvorsitzende betonte. Die bisher angesparten Gelder setzen sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Erlösen aus Festen und Aktionen zusammen. In das Guthaben, das der Verein verbucht, gehen allerdings nicht nur Spendengelder, sondern auch Kirchensteuermittel für die Renovierung mit ein. Im vergangenen Jahr veranstaltete der Förderverein eine Wegkreuzwanderung und ein Kirchenkonzert, zudem übernahm man die Bewirtung beim Dia-Dorfabend von Günter Meyer, berichtete Schriftführerin Claudia Böhler-Fricker bei der Versammlung. Diese Aktionen brachten einen Gewinn von mehr als 6000 Euro ein. Der Kontostand des Vereins beträgt nun rund 28"000 Euro. Rechner Bernhard Wagner sprach von einem "erfreulichen Jahr". Da man bei der umfangreichen Renovierung nach wie vor auf Spendengelder angewiesen ist, sind auch für dieses Jahr wieder Aktionen geplant, unter anderem die Mitwirkung an der Lieler Dorfweihnacht. Veranstalten wird man zudem ein Kirchenkonzert, eventuell kombiniert mit einer Führung zu den Kunstwerken in der Kirche und einer Vorstellung alter Dokumente aus dem Pfarrarchiv. Generell soll die Kirchenrenovierung "in einem Rutsch" erfolgen. Die einzelnen Maßnahmen wurden im Pfarrgemeinderat ausführlich besprochen. Indes, es gibt eine Prioritätenliste. Ganz oben steht die Erneuerung der Elektrik. An zweiter Stelle steht die Dämmung der Kirchendecke. Des Weiteren müssen Decke und Wände gestrichen werden sowie die Gemälde an der Decke und an den Seitenaltären gereinigt werden. Ebenfalls auf der Liste steht der Windfang im Eingangsbereich der Kirche. Noch offen ist, ob die alten Bänke ersetzt oder renoviert werden. Involviert in das Projekt ist auch ein Architekt vom Erzbischöflichen Bauamt. Ist das Vorhaben gestartet, sollen die Arbeiten laufend im Pfarrgemeinderat besprochen werden. Für die Kreditvergabe ist indes auch ein Energiegutachten erforderlich. Im Anschluss können dann auch Fördergelder beantragt werden. In das Vorhaben miteinbeziehen will man auch örtliche Handwerker. Vielleicht bewerben sich auch lokale Betriebe auf die Ausschreibung der Gewerke, hieß es bei der Generalversammlung. Angedacht ist übrigens auch eine öffentliche Vorstellung der Pläne und anstehenden Arbeiten.