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Wandel wird wahrscheinlich
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Etwa so k?e nach den Vorstellungen der Anwohner die Basler Stra? zwischen Kirchstra? und Herrenstra? aussehen. Repro: zvg

Von Bernhard Konrad Lörrach. Die Anwohner der Basler Straße zwischen Aichele-Knoten und Herrenstraße sind zuversichtlich, dass die Planung zur Aufwertung des Straßenzugs in absehbarer Zeit beginnen wird. Einen Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Dr. Michael Wilke bewerteten die für die Eigentümer engagierten Ulrich Troendle und Horst Krämer positiv. Zuletzt hatten die Anwohner Bereitschaft signalisiert, sich finanziell am gestalterischen Wandel des südlichen Entrees zur Innenstadt zu beteiligen " quasi analog zur Grabenstraße (wir berichteten). Walther Schwenzer, Fachbereichsleiter "Stadtplanung und Umwelt", sprach daraufhin gegenüber unserer Zeitung von "einer neuen Sprachebene zwischen Verwaltung und Anwohnern." Die damalige Bürgermeisterin Marion Dammann habe, so Krämer, signalisiert, dass die erste Planungsrate unter diesen Voraussetzungen in die kommende Haushaltsplanung aufgenommen werden könne. "Da muss was gemacht werden", sagte auch Wilke gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Er wolle sich aber auch darüber informieren, warum das Projekt seit Jahren auf der Prioritätenliste steht, aber nie zum Zuge kam. Der Bürgermeister hegt "große Sympathie" für den Gedanken einer qualitativen Verbesserung der Situation. Wie Schwenzer hält auch er es aller Voraussicht nach für sinnvoll, den gesamten Straßenzug bis zum Aichele-Knoten durchzuplanen. Darüber hinaus müsse auch über die Kreuzungssituation nachgedacht werden. Dort fahren nach wie vor viele Autos verbotener Weise in die Basler Straße ein. Autolärm und Abgase, kurz getakteter Linienbusverkehr sowie an- und abfahrende Taxen vor der Dialysestation zementierten den harten Schnitt zum Alten Markt, der sich wiederum zusätzlich negativ auf die Wertigkeit des Quartiers und seiner Immobilienpreise auswirke, kritisierte Troendle in der Vergangenheit. Die Grundstückseigentümer streben nun eine Verbreiterung der Gehwege auf Straßenniveau und damit einhergehend den Wegfall der Parkplätze an. "Vor der Dialysestation möchten wir keine Einbuchtung, sondern eine durchgängig gleichmäßige Gehwegbreite, wo das kurzfristige Halten der Krankentransporte auf dem Gehweg erlaubt werden könnte", erläutert Troendle. Die beiden Bushaltestellen könnten zu Gunsten einer neuen Haltestelle an der Bibliothek entfallen. Aus Sicht von Troendle und Krämer sei das kulturelle Umfeld - gegenüber befindet sich das Museum am Burghof - ein idealer Einstieg ins Geschäftszentrum der Innenstadt: Zumal das Reisebüro Stiefvater nach seinen Investitionen in den Umbau das Erscheinungbild der Ecke Kirchstraße verbessert habe. Auch die Familie Troendle plant die Renovierung der Fassade ihres Geschäftshauses. Im Gegensatz zur Stadt tendieren die Vertreter der Anwohner eher zu einer Umsetzung in zwei Bauabschnitten. Sie befürchten, dass die Gesamtplanung Summen bindet, die einen zeitnahen Beginn des Umbaus verhindern würde. Unterdessen ermutigen sie die Stadt, Mittel des Landes für die Maßnahmen im Kulturquartier anzuzapfen. Große Bedeutung räumen beide auch dem Übergang von der Basler Straße auf den Alten Markt ein. Noch besteht dort eine deutliche Zäsur. An dieser Stelle müssten gestalterische Veränderungen vorgenommen werden, die einen fließenden Austausch zum zentralen Platz der Innenstadt schaffen. Krämer: "Dieses Eisen liegt nun schon lange genug im Feuer. Wir müssen endlich anfangen, es zu schmieden."

 
Nachricht vom 01.06.2012
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