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Gewaltiger Fels bedroht Glashütten
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Akute Felssturzgefahr herrscht in Glash?n, wo sich ein Felsblock bedrohlich nahe an der Wohnbebauung befindet, wie nach den Hiebarbeiten sichtbar wurde. Foto: Heiner Fabry

Hasel (hf). Ein Felsblock von geschätzten 15 bis 20 Tonnen Gewicht in Glashütten droht bei den Bauarbeiten an der Kanalisation herabzustürzen."Der Fels liegt zwar auf einem Privatgrundstück", erläutert Bürgermeister Helmut Kima, "aber die Gemeinde ist für die Sicherheit verantwortlich und muss aktiv werden." Derzeit werden verschiedene Alternativen geprüft. Der Felsblock von zwei mal zwei mal drei Metern und einem geschätzten Gewicht von 15 bis 20 Tonnen befindet sich an einem Hang oberhalb eines Anwesens am Ortseingang von Glashütten. Die Situation war im Dorf bekannt und hat schon länger Sorge verursacht. Durch den unlängst vorgenommenen Hieb ist jetzt deutlich sichtbar, dass der Block talseitig nur punktuell auf einzelnen Steinen liegt. Die mit den Kanalisationsarbeiten beauftragte Baufirma hatte die Gemeinde Hasel davon in Kenntnis gesetzt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich durch die Vibrationen bei den Arbeiten an der Straße der Block löst und ins Tal stürzt. Ein Gutachten, das die Gemeinde in Auftrag gegeben hat, bestätigt die Gefahr. In dem Gutachten wird vorgeschlagen, den Felsblock durch eine Unterfütterung mit Spritzbeton zu sichern. Die Kosten für diese Arbeiten würden sich auf etwa 5100 Euro belaufen. "Bei dieser Maßnahme bleibt aber unsicher, ob sich nicht in den kommenden Jahren durch Unterspülung im Hang oder andere Veränderungen das Problem erneut stellt", gibt Bürgermeister Helmut Kima zu bedenken. Daher wird nun mit einem Fachmann zusätzlich überprüft, ob ein manuelles Zerbrechen des Felsens vor Ort möglich ist. Das wäre zwar erheblich arbeitsintensiver, letztlich aber finanziell günstiger. "Für die Gemeinde stellt sich ein gewisses Problem dadurch, dass der Eigentümer beruflich viel im Ausland tätig und derzeit nicht erreichbar ist", erklärt Helmut Kima. "Wir sind als Gemeinde für die Sicherheit verantwortlich", so der Bürgermeister, "und müssen jetzt aktiv werden." Über die Erstattung der Kosten werde man sich später mit dem Grundstückseigentümer verständigen.

 
Nachricht vom 21.06.2012
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