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Großer Umweg für die Fische
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Im Mittelpfeiler liegt der Eingang zum derzeitigen Fischaufstiegsgew?er. Foto: Rolf Rei?ann

Schwörstadt. (rr) Am Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt gibt es schon einen Fischaufstieg. Im Mittelpfeiler liegt seine untere Öffnung, ins Oberwasser führt es zwischen Kraftwerk und Stauwehr. Doch diese Anlage entspricht nicht mehr den Anforderungen, zumal auch die Strömungsverhältnisse im Einstiegsbereich unmittelbar neben dem Ausströmöffnungen sehr ungünstig sind. Deshalb soll ein neues Aufstiegsgewässer entstehen. Bereits für den Herbst sind die ersten Bauarbeiten vorgesehen. Kraftwerksleiter Beat Karrer erklärte, dass dies zu einem Gesamtpaket von insgesamt 17 Maßnahmen geschnürt wurde, die 2010 im Zuge der Verlängerung der Konzession vom Kraftwerk festgelegt wurden. Vor allem gehe es darum, den Fischaufstieg aus dem unmittelbare Bereich des Maschinenhauses heraus zu nehmen. Dazu legt das Kraftwerk am badischen Ufer ein 1150 Meter langes Umgehungsgewässer an. Durch diese Länge wird es für aufsteigende Fische sehr leicht zu bewältigen sein. Auch der Abfluss bleibt mit nur 6 Kubikmetern pro Sekunde relativ gering, dennoch ist die Strömung noch ausreichend, um den Flusscharakter beizubehalten. Am Oberwasser des Kraftwerkes muss ein spezielles Einlaufbauwerk mit Flachufer angelegt werden, denn da die insgesamt 13 Kilometer Stauwasser auch Anschlüsse zu den Pumpspeicherwerken der Schluchseewerken haben, kommt es zu Schwankungen des Wasserspiegels. Das Umgehungsgewässer benötigt aber einen konstanten Durchfluss. Der Aufstiegskanal wird östlich des Kraftwerkes noch vor den Umspannanlagen aus dem Oberwasser abgezweigt und führt dann bis an den Radweg. Da dieser Weg auch als Zufahrt für Trafotransporte zum Kraftwerk dient, wird an der engsten Stelle zwischen Bahndamm und Montagehalle eine besondere Abstützung erforderlich. Für die Einfahrt von Großtransporten ins Kraftwerk ist dann am Haupttor eine Schwerlastbrücke erforderlich. Die Einmündung vom Unterwasser in das Umgehungsgewässer erfolgt deutlich vor den Ausströmöffnungen der Turbinen. Gleichzeitig baut das Kraftwerk auch eine neue Fußgängerbrücke. Diese wird vom Radweg abzweigen. Die Fundamente dafür sind im Unterwasser bereits sichtbar. Die Brücke wird mit mäßiger Steigung, also deutlich flacher als die bisherige Behelflslösung, in größerem Abstand vor dem Maschinenhaus entlangführen. Am Mittelpfeiler mündet sie dann in den bestehenden Übergang des Stauwehres ein. Parallel zur Fußgängerbrücke wird eine neue Rinne für die Ableitung des jetzigen Fischaufstiegs in das neue Umgehungsgewässer angelegt. Für diese Neubauten wurden im Rahmen der Konzessionsverlängerung 17 Millionen Franken eingeplant. Der Bau von Umgehungsgewässer und Fußgängerbrücke soll Ende 2013 abgeschlossen sein.

 
Nachricht vom 18.08.2012
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