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"Besser geht"s eigentlich gar nicht"
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Von Gerd Lustig Basel. Perfekte äußere Bedingungen, perfekte Organisation und ein dankbares Publikum: Keine Frage, seinem Ruf als größte Jazz-Fete der Schweiz hat am Freitag "Em Bebby sy Jazz" wieder alle Ehre gemacht. Erneut waren Zehntausende " wer will sie zählen " zwischen Fischmarkt, Marktplatz, Spalenburg und Heuberg/Nadelberg bei der mittlerweile 29. Auflage des Spektakels unterwegs, um der Musik unter freiem Himmel zu frönen. Und es waren weiß Gott nicht nur die eigentlichen "Bebbi", also die Basler, selbst, die den inzwischen zum Kult avancierten Event Mitte August genossen. Die wirklichen Jazz-Fans kamen von überall her und verwandelten die Stadt in eine riesige Freiluftbühne. Und eines war klar: Alles war an diesem Abend nicht zu schaffen. Dafür war die Angebotsfülle einfach zu gewaltig. An keiner anderen Jazz-Veranstaltung im In- und Ausland treten innerhalb von nur sieben Stunden mehr Gruppen auf als gerade hier in Basel in einem Gebiet von 700 auf 300 Meter. Die Dichte und Intensität kennt keinen Vergleich " sie ist unerreicht. Die Devise kann also nur lauten: Kommen " treiben lassen " genießen. Mehr als 70 Jazzformationen mit über 500 Musikern aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland an insgesamt 32 Standorten boten auch dieses Mal wieder die gesamte Palette des Jazz mit all seinen Stilrichtungen. Von Dixieland und Bebop über New Orleans, Ragtime, Swing und Blues: Da war für alle etwas dabei. Wen es nicht auf seinem Sitzplatz hielt, wenn er denn einen vor den zahlreichen Restaurants und Bühnen ergattert hatte, der flanierte von Platz zu Platz, um immer wieder neuen Formationen und Stilrichtungen zu lauschen. Selbst unterwegs musste man nicht auf die Musik verzichten. Die acht Marching-Bands, allen voran die Brazz Attack aus Pfeffingen, sorgten ein ums andere Mal für regelrechte Zwischendurch-Happenings " und so für eine mehr als lauschige Basler Sommernacht. "Besser geht"s eigentlich gar nicht", bekannte auch ein sichtlich zufriedener Orga-Chef Ernst Mutschler. Er lobte dabei nicht nur das Publikum und sein engagiertes Team, sondern auch die vielen Gastronomen und Gönner, die den weiterhin ohne Eintritt auskommenden Event erst möglich machen. Na ja, ein paar Trittbrettfahrer unter den Wirten gebe es noch immer. "Die werden erfreulicherweise aber immer weniger", so Mutschler.

 
Nachricht vom 20.08.2012
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