Auggen Ein ermutigendes Signal

Weiler Zeitung, 02.02.2015 23:01 Uhr

Müllheim/Auggen. Das Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (bbm) sieht in dem Ergebnis des Gesprächs im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) einen wichtigen Teilerfolg hin zu einer menschenverträglichen, umweltgerechten und zukunftstauglichen Lösung beim Ausbau der Rheintalbahn im Markgräflerland.

Am Freitag hatten sich Vertreter des BMVI, des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, der Deutschen Bahn und der beiden Landkreise Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald , die beiden Bürgermeister aus Müllheim und Auggen sowie Vertreter der Bürgerinitiativen bbm, Mut und IG BOHR in Berlin getroffen.

„Es ist ein ermutigendes Signal, dass der Abschnitt Müllheim/Auggen in der nächsten Projektbeiratssitzung wieder auf der Tagesordnung als optimierte Kernforderung 6 steht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bürgerbündnisses.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Michael Odenwald, und der Amtschef im baden-württembergischen Verkehrsministerium, Dr. Uwe Lahl, hätten am Ende des Gesprächs festgestellt, dass einige Punkte noch genauer darzustellen sind, wie beispielsweise Mehrkosten, alle Güterzüge durch den Katzenbergtunnel, die Güterzugkapazität und die Lärmsituation mit Berücksichtigung des Wegfalls des Schienenbonus und der DB-Kompensation, wie das besonders überwachte Gleis ( BüG).

Gerade die ungelöste Lärmproblematik belege, dass die von der DB-Projektbau entwickelte Antragstrasse nach wie vor keine befriedigenden Lösungen auf die berechtigten Forderungen der Anwohner im Markgräflerland angeboten habe. „Wir stellen mit Genugtuung fest, dass ein wirkungsvolles Lärmschutzkonzept Maßnahmen enthalten muss, über deren Wirkungen bei allen Beteiligten Einvernehmen besteht und das aus Sicht der Region den Besonderheiten am Streckenabschnitt Müllheim/Auggen Rechnung trägt. Die Vorteile unserer optimierten Kernforderung 6 sind in diesem Punkt nicht widerlegt worden“, so das Bürgerbündnis.

Unstrittig sei auch, dass die optimierte Kernforderung 6 mehr Kapazitäten für die Güterzüge im Katzenbergtunnel schaffe. Wenn nun gerade dieser Aspekt weiter vertieft werden solle, dann unterstreiche dies die Bedeutung der allseits anerkannten Kernforderung 6: Führung aller Güterzüge durch den Katzenberg-Tunnel und keine Transitgüterzüge durch Wohnbebauung.

Das Bürgerbündnis begrüßt, dass genau diese Punkte wie auch die Mehrkosten der optimierten Kernforderung 6, zu denen die DB-Projektbau und die Gutachter der betroffenen Gemeinden unterschiedliche Zahlen errechnet haben, in den nächsten Monaten unter der Leitung der Landrätinnen Marion Dammann (Landkreis Lörrach) und Dorothea Störr-Ritt-er (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) gemeinsam abgeklärt werden.