Auggen Kritik an „bröckelnder Front“

Weiler Zeitung, 02.11.2016 00:21 Uhr

Auggen (do). Mit dem Ziel, die Rheintalstrecke im Zuge des Ausbaus für ICE-Höchstgeschwindigkeiten von 250 km/h zu „ertüchtigen“, geht eine riesige Verschwendung von Steuergeld einher. Da sind sich die Bürgerinitiativen unter dem Dach der IG BOHR sicher. Vor allem für den Abschnitt zwischen Hügelheim und Auggen ließe sich bei Geschwindigkeiten von 200 bis 220 km/h die vom Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM) entwickelte menschen- und umweltverträglichere „Beste Lösung“ ohne finanzielle Probleme realisieren. Um auf diesen Sachverhalt hinzuweisen, hatte das BBM erneut zu einem Mahnfeuer bei Auggen eingeladen. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 150 Menschen zusammen, um gemeinsam gegen die Bevormundung durch rein kommerzielle Interessen der Bahn zu protestieren. Auch die Tatsache, dass sich Müllheims Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich gemeinsam mit der CDU-Fraktion von der Forderung der Tieflage distanziert hatte, um bereits erreichte Verhandlungserfolge nicht zu gefährden, wurde erneut kritisiert (wir berichteten). Erkältungsbedingt abwesend war auch Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann. Zum Mahnfeuer gekommen war jedoch sein Amtskollege Christoph Hoffmann aus Bad Bellingen. Gekommen war auch Roland Diehl, der Vorsitzende der MUT e.V. und Sprecher der IG BOHR, der die „bröckelnde Front“ im BBM anprangerte. Das Mahnfeuer wurde zum geselligen Ereignis, die Menschen standen zusammen bei Würstchen und Wein. Ein bisschen Spektakel muss auch sein: Nach den Reden von BBM und Diehl zeigte ein Feuerschlucker seine Kunststücke, und ein mit LED-Lämpchen besetzter Modellflieger stieg in die Luft.

 
 

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