Auggen „Nit suffe, sondern sürpfle“

Weiler Zeitung, 16.09.2016 23:30 Uhr

Gelungener Auftakt für das Auggener Winzerfest: Rund 600 Besucher ließen am Donnerstagabend bei der Weinprobe im gut gefüllten Festzelt die Gläser klingen und erfreuten sich an den zwölf ausgesuchten Weinen aus dem Auggener Winzerkeller. Vorgestellt wurden die Weine von fünf „jungen Weinnasen“ der Generation Pinot. Von Alexander Anlicker Auggen. Die Präsentation übernahmen die Markgräfler Weinprinzessin Franziska Aatz, Adrienne Streif, Melissa Fünfgeld und die beiden Auggener Jungwinzer Laura Kiefer und Matthias Krumm. Eröffnet wurde das Winzerfest von der Markgräfler Weinprinzessin Franziska Aatz sowie dem Auggener Trachtenpärchen Amy Golay und Felix Ager. Beide hießen die Gäste mit geschliffenen alemannischen Versen willkommen und rieten den Besuchern, nicht allzu tief ins Glas zu schauen: „Nit suffe, sondern sürpfle bloß, sunscht verwechselt mer beidi Bei uf de grade Stroß.“ Winzerkeller-Geschäftsführer Thomas Basler hieß die zahlreichen Gäste willkommen, darunter auch der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster sowie die Rathauschefs aus Schliengen, Neuenburg und Auggen. Basler gab einen kleinen Ausblick auf die am Montag beginnende Weinlese und zeigte sich überzeugt, einen „guten und hervorragenden Jahrgang 2016 einlagern zu können“. Mit dem Hinweis, dass der Winzerkeller kürzlich ein Jungwinzerprojekt mit 15 Nachwuchswinzern aus Auggen und Laufen gestartet habe, die einen eigenen Wein ausbauen werden, leitete Basler zur Weinprobe über, die von Franziska Aatz, Adrienne Streif, Melissa Fünfgeld sowie Laura Kiefer und Matthias Krumm sowohl überzeugend und fachkundig als auch charmant im Wechsel moderiert wurde. Was wenig überrascht, handelt es sich doch neben der amtierenden Weinprinzessin bei Streif, Fünfgeld und Kiefer um drei gestandene ehemalige Weinhoheiten. Los ging’s mit zwei kräftigen und aromatischen Rotweinen, einem im Barrique gereiften trockenen Spätburgunder und einem Cuvée aus Spätburgunder und Regent. „Die Tanine im Rotwein sollen die Geschmacksknospen für die folgenden Weißweine sensibilisieren“, erklärte Jungwinzer Matthias Krumm, warum die Weinprobe mit Rotweinen beginnt. Es folgten zwei fruchtige Weine mit ausgeprägter Erdbeeraromatik: ein süffiger trockener Spätburgunder Rosé und ein süßer Spätburgunder Weißherbst Kabinett. Der für das Markgräflerland typische Gutedel war mit einem kaltvergorenem Weißen Gutedel sowie einem fünf Monate auf der Feinhefe gereiften Chasslie vom Laufener Altenberg vertreten. Frisch, fruchtig und aromatisch präsentierten sich ein mit Gold prämierter trockener Sauvignon blanc sowie ein lieblicher Muskateller Kabinett, bei dem der Restzucker das ausgeprägte Bouquet der alten Rebsorte verstärkt. Ebenfalls goldprämiert waren der trockene Weißburgunder Auggener Schäf sowie der Graue Burgunder aus der Premium-Linie vom Laufener Altenberg mit einem ausgeprägten Aroma von Birne und Banane. Auch zum Finale gab es zwei „vergoldete“ Weine und – laut Streif – ein „Highlight aus dem Auggener Weinsortiment“: Eine Chardonnay Spätlese trocken sowie eine Chardonnay Beerenauslese, beide im Barrique-Fass gereift.

 
 

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