Bad Bellingen Kinderstimmen mit viel Elan

Weiler Zeitung, 21.04.2017 23:09 Uhr

Von Silke Hartenstein

Wovon so manch ein Gesangverein nur träumen kann, ist in Bad Bellingen wahr geworden: Hier gibt es gleich zwei junge Chorformationen, darunter einen Kinderchor, der seit seiner Gründung vor einem Jahr wächst und gedeiht.

Bad Bellingen-Bamlach. Im April 2016 fing der Chor „let’s fetz“ mit 13 Grundschülern an, mittlerweile sind es 21 Kinder. Zusammen mit den sieben Sängern im Jugendchor „sing out“ ist Bad Bellingens singender Nachwuchs somit 28 Kinder und Teenager stark.

Seinen ersten großen Auftritt hatte der Kinderchor im Juli beim Pfarrgartenfest in Bamlach, auch bei den Konzerten der Chorgemeinschaft Bad Bellingen im vergangenen Oktober und März waren „let’s fetz“ und „sing out“ mit dabei. Beide Chöre leitet Renate Epking. Mit dem Jugendchor arbeitet sie schon länger zusammen, der Kinderchor wiederum ging hervor aus der Chor-AG an der Sonnenrainschule in Rheinweiler. Bis zu den Sommerferien 2015 wurde die Chor-AG von der ausgebildeten Kirchenmusikerin mit absolvierter C-Prüfung geleitet. Wie Epking im Rückblick meint, habe sie sich jedoch eine langfristige Chorarbeit mit Kindern gewünscht.

Auf ihre Anfrage hin, so Epking, habe Rektor Marius Grether dann im April 2016 ihren Aufruf zur Gründung eines Kinderchors in den Elternbrief gesetzt. Prompt meldeten sich zwölf Kinder aus Bad Bellingen samt der Ortsteile an. Und da ein Chor einen Träger braucht und der frühere Pfarrer der Seelsorgeeinheit (SE) Schliengen-Bad Bellingen, Pater Marian Rybak, immer mal wieder den Wunsch nach einem Kinderchor geäußert hatte, fragte Epking in diesem Sinne bei der SE an. Nun ist die SE Träger des Kinderchors, während die Chorgemeinschaft Bad Bellingen weiterhin Träger des Jugendchors ist.

Vorteilhaft für den Einstieg waren zwei Umstände: Die Kinder kannten ihre Chorleiterin bereits von der Schule her, und die Chorleiterin wiederum hatte bereits Erfahrungen in der Probearbeit mit kleinen, temperamentvollen Sängern gesammelt. Heute zieht sie das Fazit: „Ich glaub’, das hätte man gar nicht besser machen können.“

Wie sich beim Probenbesuch zeigt, mangelt es den Mädchen und Jungen an Temperament wirklich nicht. Vor Probenbeginn bewegen kleine Kabbeleien, verspritzte Limonade und Platzreservierungen die Gemüter. Da gibt es nur eines: Sofort mit dem Singen anfangen, viel Körperarbeit einbauen und bloß keinen Leerlauf aufkommen lassen. Genau das tut Epking. Zuerst lässt sie die Kinder ihre überschüssigen Energien ableiten durch rhythmisches Klatschen zum Sprechgesang vom klopfenden Buntspecht. Es folgt eine rituelle Begrüßung.

Sarah und Juliane, Louis, Leon, Janina, Leonie und all die anderen singen ihre Namen und weiter geht’s mit einem beschwingten Kanon im Gospelstil. Hier sitzt der Rhythmus bereits. „Das war echt gut“, ruft Epking.

Mit schwungvollen Liedern vom Oldie „In the summertime“ bis zum Kirchenlied „Gloria“ geht es weiter, immer wieder ist Körpereinsatz vom rhythmischen Stampfen bis zum Zupfen am Ohrläppchen gefragt. Alle Lieder tragen die Kinder auswändig und mit Elan vor und haben ihren Spaß beim Hip Hop-Song vom „Rap-Huhn“. Rasch ist die „Singstunde“ vorbei und das rituelle Schlusslied wird angestimmt.

 
          0
 

Lesen Sie bis Jahresende das Verlagshaus Jaumann ePaper auf all Ihren Geräten für einmalig 38,50 Euro und sichern Sie sich einen 15,00 Euro Gutschein Ihrer Wahl. Hier geht's zum Angebot!