Basel Achtstündige Musikperformances

Die Oberbadische, 18.04.2014 22:00 Uhr

Basel. Auf dem Basler Münsterplatz findet vom 11. bis 25. Mai das Musikfestival „reinhören“ statt. Es ist ein Musikerlebnis, eine Musikperformance, bei der die Zuhörer sitzend, liegend, stehend in einem frei gewählten Zeitfenster eintrittsfrei die täglich achtstündigen Musikperfomances erleben können.

Ein vielseitiges Programm mit Künstlern aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Österreich und Übersee erwartet die Basler. Die Eröffnung und gleichzeitige Einweihung des dafür entworfenen Musikpavillons liegt in den Händen des international renommierten Pianisten Marino Formenti, der die ersten fünf Tage gestalten wird.

Der Musikpavillon wurde von Architekturstudierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) Hochschule Gestaltung und Kunst Institut Innenarchitektur und Szenografie Adrian Beerli und Stefan Waser entworfen. Hier werden täglich achtstündige Performances von 14 bis 22 Uhr angeboten. Eingeweiht wird der Erstling durch den international bekannten Pianisten und Dirigenten Marino Formenti, der durch bestechende experimentelle Konzertformen Aufsehen erregt. Er wird über die ersten fünf Tage solo am Klavier mit einem Repertoire von Schubert, Cage, Nirvana, Celentano und anderen das Publikum zu konzentrierten Klangerlebnissen einladen. Täglich wechselnde Ensembles aus Berlin, Basel, Zürich und der Westschweiz schließen sich ihm an, die szenisch-musikalisch, A-Capella, instrumental- experimentell, mit Alter Musik und Basler Tanzmusik performativ Musik und mehr darbieten.

Alle Programmkonzepte betonen die Begegnung der Musiker auf Augenhöhe mit dem Publikum und die Integration der Atmosphäre des Münsterplatzes. Frei in der Dauer, im Kommen und Gehen können die Besucher liegend, stehend, sitzend, umhergehend oder meditierend der Musik lauschen und sich auf diese ohne Konsum und Kommerz einlassen, denn es gibt weder Eintrittskarten noch Getränke zu kaufen.

Den Initiatoren der Musikperformance „reinhören“, dem Verein Pro Münsterplatz, ist es ein großes Anliegen, eine dem Münsterplatz angemessene und dessen Atmosphäre hervorhebende Bespielung aufzuzeigen, ohne Lärmbelästigung undVerbauung des Platzes. Realisiert werden kann das innovative Projekt dank des ehrenamtlichen Engagements der Vereinsmitglieder. Zahlreiche Zuwendungen flossen durch Privatpersonen, Firmen und Stiftungen.

Die Stadt Basel zeigte sich erkenntlich durch die Unterstützung mit 50 000 Franken aus dem Swisslos Fonds, und die Christian Merian Stiftung unterstützt den wieder aufbaubaren Musikpavillon mit 115 000 Franken aus dem Ertragsanteil Einwohnergemeinde. Geplant ist im Weiteren, dass die Hochschule für Gestaltung und Kunst den Pavillon auf dem Freilager-Platz im Dreispitz erneut nutzen wird.