Basel Radelnd durch drei Länder

Die Oberbadische, 17.09.2017 17:00 Uhr

Von Gerd Lustig

Na bitte, wer sagt’s denn: Nach dem nicht optimalen Wetter im Vorjahr und deutlich weniger Teilnehmern hat der slowUp Basel-Dreiland mit seiner elften Auflage wieder die Massen bewegt. Einige Zehntausende waren unter dem Motto „Gemeinsam en route; ensemble unterwegs“ oder auch „Drum rolle, wer rollen kann“ auf gänzlich autofreien Straßen in drei Ländern unterwegs.

Regio. Ob per Fahrrad, Inline-Skates oder zu Fuß: Bei Sonnenschein und idealem Freizeitwetter nutzten die Menschen gestern die insgesamt rund 65 Kilometer autofreie Strecke – und hatten Spaß dabei. Erstmals führte die Route neben den Schleifen um St. Louis, Basel und Kaiseraugst-Rheinfelden in einer Extraschlaufe auch in die Lörracher Innenstadt. Erst am Nachmittag sorgte ein heftig einsetzender Regenschauer dafür, dass viele Teilnehmer sich vorübergehend einen Unterstand suchten.

„slowUp, das ist richtiges Familienradeln“, freute sich beispielweise Andreas Meier aus Muttenz. Als die „Olas“ waren sie, das heißt: drei befreundete Familien mit sechs Erwachsenen und sechs Kindern, gestern von Basel bis Rheinfelden und zurück unterwegs, um gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen. „Olas“ deswegen, weil sie sich mal auf Mallorca kennenlernten. „Und jetzt machen wir bereits den dritten slowUp gemeinsam“, erzählte Meier.

Die Veranstaltung war auch für Karsten Kleine, einst Pressesprecher des Lörracher Burghofs, samt seiner Familie ein Vergnügen. Meist sei man im Bereich St. Louis, Basel und Riehen gefahren. „Doch diesmal wollten wir auch die östliche Schleife nehmen“, erklärte er und bekannte: „Sie ist wunderschön.“

Das meinte im Übrigen auch eine deutsche Gruppe von Radlern aus Kaiseraugst, die in ihrem Wohnort gestartet war. „Eine wunderbare Veranstaltung, da machen wir doch gerne mit“, sagte einer aus der Gruppe. Wie weit sie heute insgesamt fahren würden, darauf wollte er sich nicht genau festlegen. „Aber sicher fahren wir noch einige Male über den Rhein“, lachte er.

Genau diese Möglichkeiten, über die Grenze und über den Rhein zu fahren, ist eines der Hauptanliegen der Macher und Erfinder des slow­Up Basel-Dreiland. Weitere Kernthemen des autofreien Freizeitvergnügens sind Bewegungs- und Gesundheitsförderung, regionaler Tourismus sowie die Vielfalt und überhaupt das Zusammenleben im Dreiland.

Die Veranstaltung steht von Anfang an unter dem Patronat der Regio Basiliensis und des Trinationalen Eurodistrict Basel TEB. Die Tour führt durch insgesamt vierzehn Gemeinden in Südbaden, dem Elsass und der Nordwestschweiz. „Auf diese Art lassen sich wunderbar die faszinierenden Gemeinsamkeiten und Eigenheiten der Region erleben“, stellen nicht zuletzt slowUp-Präsident Manuel Friesecke und TEB-Präsident Lukas Ott unisono heraus. Und worauf beide stolz sind: „Der slowUp Basel-Dreiland ist etwas Besonderes, er hat mit mehr als 60 Kilometern nicht nur die längste Strecke, sondern ist auch der einzige, der durch drei Länder führt.“

 
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