Berlin - Der Start-up-Entwickler Rocket Internet sieht seine großen Beteiligungen weiter auf dem Weg Richtung Gewinnzone. In den ersten neun Monaten 2016 seien die Verluste im operativen Geschäft weiter gesunken, teilte der Konzern mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen sie um 159 Millionen Euro zurück.

Die großen Beteiligungen HelloFresh, Foodpanda, Global Fashion Group, Jumia, Home24 und Westwing - alle aus den Bereichen Mode- und Möbelhandel sowie Essenslieferung - hätten ihren Umsatz um 30,6 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro gesteigert. Das ist ein etwas langsameres Wachstum als im ersten Halbjahr. Das dritte Quartal sei wegen der Sommerferienzeit aber immer etwas schlechter, erläuterte Rocket-Chef Oliver Samwer.

Insgesamt fuhr Rocket Internet in den neun Monaten allerdings einen Verlust von 642 Millionen Euro ein. Ein Grund dafür war eine Abschreibung von 383 Millionen Euro auf die Global Fashion Group (GFG), in der Rocket mehrere Online-Modehändler gebündelt hat. Die Kapitalausstattung sei weiterhin sehr gut. Ende Oktober habe das Unternehmen liquide Mittel von 1,6 Milliarden Euro gehabt, die Beteiligungen zusätzlich 1,1 Milliarden Euro.

Rocket Internet macht sein Geschäft mit dem Gründen und Vermarkten von Start-ups. Mitte Oktober war das Unternehmen in den SDax aufgenommen worden. "Das ist für uns nur ein Zwischenziel", betonte Samwer.