Efringen-Kirchen (mao). Der Efringen-Kirchener Sängerbund segelt auf einer Welle der Sympathie und bereitet sich derzeit mit Hochdruck auf sein Jahreskonzert vor. Bei der Generalversammlung am Freitagabend im TuS-Vereinsheim wurde die Vereinsspitze einstimmig wiedergewählt.

Auftritte gab es im vergangenen Jahr zuhauf, nur ein großes Konzert hatte man im dicht gedrängten Veranstaltungskalender der Gemeinde nicht mehr untergebracht. Der Ortsteil Kirchen, die freiwillige Feuerwehr des Zen­tralorts und auch der Gesangverein „Rhenus“ feierte ihre Jubiläen im Jahr 2015 mit zahlreichen Terminen, in die dann auch der Sängerbund eingebunden war. Doch während man vielfältig vor Ort Präsenz zeigte, auch beim Volkstrauertag oder dem Weihnachtsgottesdienst sang und wieder den beliebten Flohmarkt organisierte, fehlte doch der große Konzerttermin, auf den sonst alle Sänger hinarbeiten und mitfiebern.

Um so mehr Energie steckt man nun in das anstehende Jahreskonzert. Noch firmiert es nur unter dem Arbeitstitel „Gib mir Musik“, doch längst haben die Proben dafür begonnen. „Wir werden Musikstücke aus mehreren Jahrhunderten präsentieren – von der Klassik bis zur Moderne“, verriet Vorsitzender Reinhard Knorr.

Ein buntes Potpourri unterschiedlichster Musikepochen eingebunden in ein Konzert ist für den Sängerbund zwar nichts Neues, und doch ist es eine Abkehr der Konzertgestaltung der letzten Jahre. Da bot man immer ein klassisch inspiriertes und ein mit moderner Musik dominiertes Jahreskonzert im Wechsel. Nun also will man wieder einen breiten Bogen über mehrere Jahrhunderte spannen, ein spannendes Unterfangen wagen, das bei den Anhängern des Sängerbunds sicherlich bereits jetzt hohe Erwartungen weckt.

Ob es wieder ein „Singen im Garten“ gibt, ist dahingegen unklar. Am fest angestammten Termin findet die Fußball-EM statt. Vielleicht zieht man das Spektakel im Museumsgarten einen Tag vor, oder ersetzt es durch ein anderes Event.

Wie bei vielen anderen Chören macht man sich beim Sängerbund auch Sorgen, insbesondere um den männlichen Stimmennachwuchs. Per E-Mail hatte der am Abend abwesende Sänger Klaus Hof die „nicht befriedigende Situation bei den Männerstimmen“ moniert. Die Tenöre seien oft nur mit drei Sängern belegt, „gegen den Sopran chancenlos“. Was wiederum zur Folge habe, dass der gesamte Chor mitunter „sehr unausgewogen“ wirke. Dringlichste Aufgabe sei es deshalb, um neue Männerstimmen zu werben, denn: „Wer nicht wirbt, stirbt“, endete die E-Mail von Klaus Hof.

Vorsitzender Reinhard Knorr antwortete sehr offen und kündigte eine neue Werbeoffensive an, neue Handzettel und sogar Haus-Besuche wolle der Vorstand organisieren. Chorleiter Erhard Zeh freute sich in seiner Bilanz darüber, dass man „nicht einen der zwölf Auftritte in den Sand gesetzt“ habe, „ein gutes Team“ sei und mahnte in gleichem Atemzug einen besseren Probebesuch an.

Wahlen: Einstimmig wiedergewählt wurden Vorsitzender Reinhard Knorr, Kassiererin Renate Traut, Passivbeisitzer Walter Krebs und die Winterfestvertreter Robert Zoller und Lothar Geiß.

Ehrungen: Zu Ehrenmitgliedern wurden Brigitte Lützel für 25 Jahre aktives Singen im Verein und Margret Hübner für über 40-jährige passive Mitgliedschaft geehrt.