Efringen-Kirchen Stefan Schörlin folgt auf Uwe Berger

Weiler Zeitung, 19.05.2017 23:00 Uhr

Efringen-Kirchen (os). Nach dem Happy-End für den damaligen Landesliga-Aufsteiger TuS Efringen-Kirchen im Abstiegskampf 2016 sieht es dieses Jahr nun sehr eng aus: Der TuS bleibt nur in der Landesliga, wenn der aktuelle Zweite SV Kirchzarten den Aufstieg in die Verbandsliga schafft und der TuS den SV 08 Laufenburg vom 13. Platz verdrängt, den die Elf vom Hochrhein aktuell hält.

„Aus eigener Kraft können wir den Klassenerhalt nicht mehr schaffen“, sagt TuS-Sportchef und Fußball-Abteilungsleiter Uwe Berger vor dem Heim-Saisonfinale heute, Samstag, 20. Mai, mit dem Spiel ausgerechnet gegen den SV 08 Laufenburg. Der TuS muss heute unbedingt gewinnen, denn der aktuelle 13. aus Laufenburg ist punktgleich, hat aber das deutlich bessere Torverhältnis.

Das Saisonfinale bringt gleichzeitig auch Bergers Abschied als Sportchef und Fußball-Abteilungsleiter. Bei der TuS-Generalversammlung am 2. Juni werde er Platz machen für Stefan Schörlin, der bisherige Vorstand Technik, informiert Berger. „Stefan ist wie ich ein Eigengewächs des TuS, hat hier alle Teams durchlaufen, hat dazu einige Zeit beim FC Steinen-Höllstein in der Verbandsliga und der Oberliga gekickt und ist seit Jahren mit einem Vorstandsposten betraut“, so Berger.

Dass er selbst nun nach acht Jahren als Sportchef ausscheidet, habe damit zu tun, dass alles im Leben eben seine Zeit habe. Und der TuS war für Uwe Berger ein wesentlicher Teil seines Lebens. Hier spielte der 44-Jährige selbst, war dann als erste Aktiv-Trainer-Station von 2000 bis 2002 beim FC Huttingen tätig, anschließend vier Jahre als Trainer beim TuS Efringen-Kirchen. Ihn führte er aus den Niederungen der Kreisliga B zuerst in die Kreisliga A. Nach zwei Jahren beim SV Weil war er dann ab 2008 beim TuS als Abteilungsleiter und Sportchef für die enorme Aufwärtsentwicklung mit dem Glanzlicht Bezirksliga-Meisterschaft und Landesliga-Aufstieg im Sommer 2015 verantwortlich. In diesen fast neun Jahren hat Uwe Berger koordiniert und konzipiert, Trainer und Spieler verpflichtet und war dazu fast jedes Wochenende für den TuS unterwegs.

Es werde nun Zeit, etwas Abstand vom Fußball-Funktionärs-Dasein zu finden, sagt Uwe Berger. Und dieser Abstand falle ihm auch deshalb leichter, weil in personeller Hinsicht für die Zukunft alles klar sei. „Stefan Schörlin ist ein guter Mann für meine Position, mit den Trainern ist man auch handelseinig geworden für die Saison 2017/18. Thomas Hauser als Trainer und Co-Trainer Dennis Weiß sind gesetzt für die „Erste“. Auch Tom Hess und Jens Vogtsberger, die Trainer der Reserve, haben verlängert.

Und das Sportheim steht vor der Fertigstellung, sagt Berger. Im Oktober soll es eingeweiht werden und dann und sicher auch davor wird Uwe Berger auf dem TuS-Platz zu sehen sein. „Aber nur noch als ganz normaler Zuschauer“, so der scheidende Sportchef. Was aber nicht heißen soll, dass er nicht unterstützend tätig wird, wenn man ihn fragt, sagt er abschließend.

 
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