FC Basel Spontane Meisterfeier ohne die Mannschaft

Die Oberbadische, 21.04.2017 16:10 Uhr

Von Uli Nodler

Basel. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht unerheblich, dass der FC Basel bereits an diesem Wochenende seinen 20. Meistertitel feiern kann. Es wäre der achte in Folge. Der Schweizer Super League-Dominator würde dann so früh wie noch nie zu Meisterehren kommen. Da mutet es schon ein wenig seltsam an, dass Coach Urs Fischer am Saisonende seinen Hut nehmen muss. Ihm nachfolgen soll wohl Rückkehrer Thorsten Fink, der den FCB bereits von 2009 bis 2011 coachte.

Was muss am 29. Spieltag passieren, dass der 20. Meistertitel bereits sieben Spieltage vor dem Saisonende in trockenen Tüchern ist? Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg heute Abend gegen den FC Vaduz. Die Partie im St. Jakob-Park beginnt um 20 Uhr. Zudem darf der Tabellenzweite Young Boys Bern morgen gegen den FC Lugano nicht gewinnen. Klappt’s nicht, dann haben die Basler am kommenden Freitag (28. April) die Möglichkeit mit einem Erfolg aus eigener Kraft vorzeitig Meister zu werden.

Gleichwohl wurden im Klub alle Eventualitäten bereits diskutiert. So haben die FCB-Verantwortlichen nach Rücksprache mit Vertretern von Fans und Anhängern entschieden, dass die Mannschaft an einem spielfreien Tag nicht öffentlich auftritt – auch nicht an einer allfälligen „spontanen Meisterfeier“.

Die Spielplansituation ist so, dass die erste Mannschaft des FC Basel an einem Tag rechnerisch Meister werden kann, an dem sie nicht selber gespielt hat. Nach der klaren Mehrheitsmeinung der Befragten würde ein Tag, an dem das Resultat auf einem fremden Platz den FCB vorzeitig zum Meister macht, nicht den richtigen Rahmen für eine spontane Meisterfeier bieten.

Für den Klub und das Team sind bei diesem Entscheid das Empfinden und die Meinung der Fans maßgebend. Der Verzicht auf eine Teilnahme an einer spontanen Feier gilt deshalb sowohl für den morgigen Sonntag als auch für ein mögliches späteres Datum, an welchem der FCB an einem „Nicht-FCB-Spieltag“ Meister werden könnte.

Die Fans sollten sich aber ein Datum unbedingt merken: Der FC Basel plant im Rahmen des möglichen 20. Titelgewinns und des damit verbundenen zweiten Sterns eine große offizielle Meisterfeier am Tag nach dem letzten Meisterschaftsspiel. Das wäre am Pfingstsamstag, 3. Juni. Dann soll ab dem späten Nachmittag in der Basler Innenstadt eine rotblaue Sause über die Bühne gehen, an der – im Gegensatz zu den nächtlichen Meisterfeiern der letzten Jahre – auch Familien mit Kindern teilnehmen können. Das große Fest wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Basel und den verschiedenen Behörden geplant.

Gleichzeitig würde dies auch bedeuten, dass am Freitag, 2. Juni, nach dem letzten Heimspiel gegen den FC St. Gallen keine öffentliche offizielle Meisterfeier in der Stadt abgehalten würde. Allerdings wären alle Zuschauerinnen und Zuschauer herzlich eingeladen, nach dem Schlusspfiff noch im Stadion zu verweilen und an den offiziellen Meister-Feierlichkeiten mit der Pokalübergabe teilzunehmen. Auch würde es zusätzlich sicher noch die eine oder andere Überraschung und ein rotblaues „Bhaltis“ für alle anwesenden Fans geben.

 
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