Fischingen (dab). Die schuldenfreie Zeit der Gemeinde Fischingen geht zu Ende. Der vom Gemeinderat beschlossene Haushaltsplan 2017 sieht eine Kreditaufnahme in Höhe von 613 200 Euro vor, um das geplante Dreifamilienhaus finanzieren zu können. Die Kosten für das Bauprojekt werden auf rund eine Million Euro beziffert. 800 000 Euro entfallen auf den Haushalt 2017, weitere 200 000 Euro auf den Haushalt 2018. Beim Land Baden-Württemberg ist ein Zuschuss von 180 000 Euro beantragt. Außerplanmäßige Ausgaben von rund 200 000 Euro für den Erwerb und den Abriss des bestehenden Hauses in der Dorfstraße 15 entfielen noch auf den Haushalt 2016.

Zum Jahresende 2016 betrug der Rücklagenstand 716 000 Euro. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage beträgt 31 000 Euro.

Der Haushalt 2017 umfasst ein Gesamtvolumen von rund 2,4 Millionen Euro. 1,6 Millionen entfallen auf den Verwaltungshaushalt, darunter Positionen wie die Bundestagswahl (1500 Euro), Feuerschutz (38 500 Euro), Unterhalt der Läufelberghalle mit Sanierung der Duschen und Rollläden (56 800 Euro), Pflege öffentlicher Grünanlagen (10 000 Euro), Heimat- und Kulturpflege (3200 Euro), Kirchturmuhr (5000 Euro), Kinderspielplatz (3500 Euro), Straßenunterhalt und Bordsteinreparaturen (17 000 Euro), Zuschuss für Buslinie 15 über Fischingen (13 980 Euro), Unterhalt und Reinigung der Wasserläufe (12 000 Euro), Feld- und Wirtschaftswege (27 000 Euro), Unterhalt des Kanalnetzes (58 000 Euro), Schulumlage an die Grundschule Vorderes Kandertal (22 400 Euro) und Kindergartenbetrieb (157 300 Euro).

11 000 Euro sind als Zuschuss für die Unterbringung der zugewiesenen Flüchtlinge eingeplant. Die Altennachmittage werden mit 500 Euro unterstützt, die Jugendpflege mit 2500 Euro. Die Verbandsumlage beträgt 107 600 Euro.

Der Neubau ist das größte Projekt an Investitionen im Vermögenshaushalt 2017. Eingestellt sind außerdem die Anschaffung eines Notebooks und eines Beamers (3000 Euro) für die Verwaltung, die Planung zum Umbau des Abwassermesswerks (5000 Euro) sowie eine Beteiligung (5000 Euro) für die Gemeinschaftsantennen- und Kabelanlagen.