Fußball Efringen kann’s packen

Die Oberbadische, 21.03.2017 00:25 Uhr

Von Uli Nodler

Lörrach. Die Zweiklassen-Gesellschaft in der Landesliga, Staffel 2, hat sich aus Oberrhein-Sicht nach dem jüngsten Spieltag verschärft. Während der FV Lörrach-Brombach mit elf Punkten Vorsprung auf den Zweiten Kirchzarten souverän an der Spitze thront, müssen sich mit dem FC Zell, SV Laufenburg, TuS Efringen-Kirchen und dem FSV Rheinfelden nicht weniger als vier Klubs große Sorgen um den Ligaverbleib machen. Im Niemandsland der Tabelle hält sich der SV Weil auf. Trotz aller Katastrophen in der aktuellen Saison ist die Mannschaft einfach zu stark, um noch in den Abstiegskampf hineinzurutschen.

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Nach der 1:3-Niederlage in Kirchzarten ist der FVLB durch den 1:0-Derbysieg gegen den SV Weil wieder auf Kurs. Dennoch will Trainer Ralf Moser noch nichts vom Titel und direkten Aufstieg in die Verbandsliga wissen: „Es sind noch neun Partien, in denen 27 Punkte vergeben werden. Mehr sage ich nicht dazu.“

Mit Toren gegeizt hat der souveräne Spitzenreiter bislang in der Rückrunde. So wurden die Partien gegen Herbolzheim, Elzach und Weil jeweils nur mit 1:0 gewonnen. Moser macht dafür zwei Dinge verantwortlich: „Zum einen hat es an der Qualität des Gegners gelegen, zum anderen haben die Offensivspieler noch nicht die Form der Vorrunde.“

Nils Mayer war im FVLB-Offensivverbund mehr oder weniger der Einzige, der nahezu regelmäßig getroffen hat. Nun ist Mayer verletzt, musste gegen Weil schon nach 32 Minuten ausgewechselt werden. Er hat sich bereits in Kirchzarten eine Prellung zugezogen, die sich verschlimmerte. Mayer droht nun für das Auswärtsspiel am kommenden Wochenende auszufallen.

Angesichts des verstärkten Abstiegs aus der Verbandsliga zum Saisonende werden wohl in der Landesliga, Staffel 2, vier Klubs absteigen müssen. Wenn’s dumm läuft, könnten alle aus dem Bezirk Hochrhein kommen. Denn: Aktuell stehen mit Schlusslicht Zell, dem Vorletzten Laufenburg und dem Viertletzten Efringen-Kirchen deren drei auf einem vermeintlichen Abstiegsplatz. Lediglich Rheinfelden steht derzeit auf einem Nichtabstiegsplatz. Dazwischen geschoben hat sich lediglich die SG Wasser-Kollmarsreute als Drittletzter.

Während für den FC Zell (zwölf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz) und den SV Laufenburg (acht Zähler Rückstand) die Lage langsam aber sicher hoffnungslos wird, dürfen sich der TuS Efringen-Kirchen und der FSV Rheinfelden berechtigte Hoffnungen auf den Ligaverbleib machen. Der TuS gewann zwei seiner drei Partien nach der Winterpause und hat nun auf den ersten Nichtabstiegsplatz, auf dem der FSV Rheinfelden steht, lediglich noch drei Zähler Rückstand. Es könnte also durchaus sein, dass es zwischen dem TuS und FSV ein Hauen und Stechen um den Ligaverbleib geben wird.

Guten Mutes ist Efringens Trainer Thomas Hauser: „Die Mannschaft macht das im Moment richtig gut. Wir haben uns vorgenommen, alle noch ausstehenden Heimspiele zu gewinnen. Das könnte dann für den Ligaverbleib reichen.“ Sorgen macht allerdings Uwe Berger, der Sportliche Leiter, die Verletzungsmisere: „Es ist zum Verrücktwerden. Immer wieder werden wir in dieser Saison von schweren Verletzungen gebeutelt. Jetzt hat es Abwehrchef Peter Wassmer erwischt. Er fällt wohl bis zum Saisonende aus.“

In der Verlosung ist neben Rheinfelden und Efringen-Kirchen auch noch der SC Wyhl, der nur zwei Zähler mehr als Rheinfelden auf der Habenseite hat.

 
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