Fußball Fräßle trifft in letzter Sekunde

Die Oberbadische, 14.08.2017 00:33 Uhr

Von Mirko Bähr

In der dritten Minute der Nachspielzeit hat Simon Fräßle zugeschlagen und dem FC Zell einen glücklichen 2:1-Erfolg beim Aufsteiger Bosporus FC Friedlingen beschert. Während die Gäste jubelten, fühlten sich die Hausherren von Schiri Philipp Wendt (Lauchringen) verschaukelt. Wütende Proteste waren die Folge.

Weil am Rhein. Nach Fräßles Freistoßtreffer pfeift Wendt die intensive Partie in Friedlingen sofort ab. Die Kicker des Bosporus FC können es nicht fassen. Servet Ay-Güven protestiert wild, sieht noch auf dem grünen Rasen Rot. Im Lager des Aufsteigers ist man aufgebracht. „Hier wurde das Fair-Play mit Füßen getreten“, findet Coach Faik Zikolli deutliche Worte. Er hatte nämlich einige Szenen gesehen, in denen sein Team krass benachteiligt worden sei.

Nicht immer lag Wendt in dieser jedoch nicht einfach zu leitenden Partie mit seiner Beurteilung der Zweikämpfe richtig. Auch der Pfiff, der zum spielentscheidenden Freistoß führte, war wirklich sehr umstritten. Erst bei der Landung in diesem sauberen Kopfballduell wurde Zells Ralf Kiefer am Fuß getroffen.

Dagegen blieb die Pfeife stumm, als FCZ-Akteur Andreas Gutmann in der 33. Minuten Yunus Teker im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Bitter. Im direkten Gegenzug erzielte Zell durch Jonas Krumm den 1:1-Ausgleich.

Die Gastgeber, die auf einige Stammkräfte verzichten mussten, hauten sich richtig rein und hatten auch die besseren Chancen. Neben Firat Kücükcolaks 1:0 in der 24. Minute hätte Friedlingen weitere Treffer erzielen müssen. Emanuele Fazios Kopfball nach 62 Minuten nickte Gutmann gerade noch so von der Linie und Tekers Schuss (67.) war doch etwas zu harmlos.

Die Zeller hatten zwar mehr vom Spiel, schafften es aber kaum, die dicht gestaffelte Defensive des Gastgebers in Verlegenheit zu bringen.

Am Ende brachte eine Standardsituation die Entscheidung in einem zerfahrenen Spiel, das nun wirklich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

 
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