Fußball Sanneh darf vorerst bleiben

Die Oberbadische, 05.02.2017 22:04 Uhr

Rheinfelden-Degerfelden (mib). Foday Sanneh darf vorerst bleiben: Der Kicker des FV Degerfelden genießt dank eines regulären Ausbildungsvertrag bei Endress & Hauser eine so genannte „Ausbildungsduldung“. Das würde greifen, wenn die eingereichte Klage gegen den abgelehnten Asylantrag abgeschmettert werden würde. Eine Rechtsanwältin kümmert sich um diesen Fall.

„Wir freuen uns gemeinsam mit Foday, seiner Verlobten Sina und allen Mitstreitern über die tolle Nachricht, dass Foday aufgrund des Ausbildungsvertrages erst einmal hier bleiben darf. Turbulente und aufregende Tage liegen hinter uns. Wir sind erleichtert, dass die Mühen aller Mitstreiter belohnt wurden“, lässt Degerfeldens Vorsitzender Frank Vollmer wissen.

Am 26. Januar hatte der Gambier einen Ablehnungsbescheid erhalten. Sanneh wurde aufgefordert, bis zum 2. Februar in sein Heimatland zurückzukehren (wir berichteten ausführlich).

In einem Schreiben, dass der Härtefallkommission zugehen sollte, machte Vollmer deutlich, dass Foday ein „Gewinn für die Vereinsgemeinschaft“ sei und er sich mit seinem „Trainingsfleiß, seinem Ehrgeiz und seiner Teamfähigkeit einen festen Platz im Team und den Respekt seiner Kameraden erarbeitet hat“.

Der 20-jährige Flüchtling ist in die Gesellschaft integriert. Der junge Afrikaner spielte unter anderem bei der Lörracher Theatergruppe Tempus Fugit mit. „Er ist höflich, fleißig und wissbegierig“, schrieb seine Partnerin Sina Kohler in einer Onlinepetition, die über 1200 Menschen unterzeichnet hatten.

Was den Härtefallantrag anbelangt, so hat man diesen laut Kohler noch nicht eingereicht. Da die Härtefallkommision keine Härtefallanträge von Personen bearbeite, die Klage gegen die Ablehnung des Asylantrags eingereicht hätten.