Grenzach-Wyhlen Konzept ist aufgegangen

Die Oberbadische, 13.09.2017 00:02 Uhr

Von Manfred Herbertz

„Das Konzept ist aufgegangen.“ Markus Matt und Arne Sauer blicken mit Stolz auf ein arbeitsintensives Jahr zurück. Vor genau einem Jahr haben sie unter dem Namen „LÖ bloc“ im Wyhlener „Fallberg“ ihre Boulderhalle eröffnet. Grund genug für die beiden Kletterfans, am Samstag mit vielen Gästen ein buntes Fest zum „Einjährigen“ zu feiern.

Grenzach-Wyhlen. Dass sich die Boulderhalle rasch einen guten Namen in der Szene und in der Regio gemacht hat, konnte man am „Geburtstag“ unschwer erkennen. Unzählige Boulderfans aus Freiburg, Zürich und sogar Konstanz waren angereist, um zu klettern.

Doch was ist überhaupt Bouldern? „Bouldern ist im Grunde genommen Klettern für alle“, sagt Arne Sauer, „es ist eine Form des Sportkletterns, bei der keine Seile oder Gurte verwendet werden. Es wird nur in Absprunghöhe, also bis etwa 4,50 Meter, geklettert.“ Man könne draußen an einer Felswand oder drinnen, an einer künstlichen Kletterwand wie in Wyhlen, bouldern.

Die Böden sind mit einer dicken, weichen Matte ausgelegt, und so bleibt ein Sturz nach einem misslungenen Griff meist ohne gravierende Folgen. Auch werden regelmäßig die „Probleme“, wie der Boulderer die Strecken an der Wand bezeichnet, neu erstellt. Langeweile komme so nie auf, hält Sauer fest.

„Wer es einmal ausprobiert hat, ist schnell fasziniert von dem Sport, der einerseits großen Spaß macht und gleichzeitig sehr intensiv ist. Bouldern ist für jedermann, unabhängig von Altersklasse, Geschlecht und Vorerfahrung, geeignet“, sagen Markus Matt und Arne Sauer unisono. Bezüglich dieses Sports spricht Matt vom „Fitnessstudio der Zukunft“.

In ersten Jahr des Bestehens sei dem „LÖ bloc“ schon eine Stammkundschaft herangewachsen, doch habe man durchaus noch Luft nach oben, räumen die beiden Kletter-Enthusiasten ein. Die erhoffte Klientel aus der Schweiz sei nicht in dem Maße über die Grenze gekommen, wie sie anfänglich erwartet hätten. „Wir haben die Grenzsensibilität offenbar unterschätzt“, glaubt Sauer. Man setze hier auf Mund-zu-Mund-Werbung, denn die Schweizer, die den Weg nach Wyhlen gefunden hätten, seien dabeigeblieben.

Trotzdem sind Matt und Sauer mit der bisherigen Entwicklung weitgehend zufrieden. Das Konzept sei stimmig, die Besucherzahlen insgesamt würden steigen.

Jetzt im Herbst gibt es sehr viele Anmeldungen für Kindergeburtstage. Denn in der Boulderhalle ist ein eigener Kinderbereich eingerichtet. Hier können die Kleinen nach Herzenslust ihren Bewegungsdrang ausleben und klettern. Wenn ein kleiner Klettermaxe mal herunterpurzelt, fangen weiche Matten den Sturz ab.

Bouldern trete zusehends aus der Nische heraus und entwickle sich immer mehr zu einem Breitensport, sind die „LÖ bloc“-Betreiber überzeugt. Daher planen sie in die Zukunft. Sie können sich beispielsweise vorstellen, den Außenbereich weiterzuentwickeln.

Dass Bouldern in der Tat ein Sport für alle ist, bekommt der Besucher an diesem „Geburtstag“ eindrücklich vor Augen geführt, als Kinder, Jugendliche und Erwachsene einträchtig an den teils winzigen Griffen in die Höhe klettern.

 
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